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Expertenrat

Hilft eine Dachdämmung, damit sich das Gartenhaus nicht mehr so stark aufheizt?

Frage von Maximilian W. am 05.09.2022 

Wir besitzen ein Gartenhaus, welches vorwiegend als Hobbyraum zum Fußball schauen etc. genutzt wird. Das Gartenhaus besteht aus 34 mm dicken Blockbohlen und ist aktuell nur am Boden gedämmt. EPS Platten und darauf OSB Platten.

Aktuell haben wir das Problem, dass das Gartenhaus sich im Sommer enorm aufheizt. Die Temperaturen übersteigen teilweise die 40 Grad Celsius. Das liegt - so meine Vermutung - wohl hauptsächlich an dem nicht gedämmten Dach, welches mit 2 Lagen Dachpappe versehen ist. Wir besitzen zwar eine Split-Klimaanlage, mit der schnell eine angenehme Raumtemperatur erzeugt werden kann, jedoch möchte ich diese gerne so wenig wie möglich einsetzen.

Meine Fragen wären daher:
1) Würde es sich lohnen die Decke von Innen mit einer Steinwolle zu dämmen und anschließend mit OSB Platten zu verkleiden?

2) Würde ich für die Deckendämmung eine Dampfsperre oder Dampfbremse benötigen oder würde eine Kombination aus Steinwolle und OSB Platten ausreichen?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Wärme kommt auf verschiedenen Wegen ins Gebäude. Einer davon ist das Dach. Hier können Sie den Wärme-/Hitzeschutz mit einer Dämmung erhöhen. Diese reduziert den Wärmeeintrag und verzögert damit den Aufheizvorgang. Ähnlich verhält es sich auch an den Wänden, die solarer Strahlung und hohen Außentemperaturen mit 34 mm starken Bohlen nur wenig entgegensetzen. Auch hier hilft eine Dämmung dabei, die Aufheizung zu verlangsamen. Das dritte Einfallstor sind Fenster und Türen. Hier gelangt thermische Energie zum einen über die Strahlung durch das Glas, zum anderen aber auch mit der Luft durch Undichtigkeiten in das Gartenhaus. Ratsam ist es daher vor allem, transparente Bauteile mit einem Sonnenschutz (am besten außen angebracht) zu versehen.

Mit der dunklen Dachpappe lässt das Dach im Vergleich zu anderen Bauteilen vermutlich sehr viel Wärme ins Haus - eine Dämmung hilft dabei - wie oben beschrieben. Aufbauen können Sie diese mit einer Mineralwolle in der Balkenlage. Diese schließen Sie von innen mit einer feuchtevariablen Dampfbremse oder untereinander verklebten und an den Rändern dicht abgeschlossenen OSB-3-Platten ab. Beide Schichten schützen vor eindringender Feuchte, die im Dachaufbau kondensieren und zu Schimmel führen kann. Die feuchtevariable Dampfbremse hat im Gegensatz zur OSB-3-Platte den Vorteil, dass sie eventuell durch Undichtigkeiten eingedrungene Feuchtigkeit an den Raum zurück trocknen lässt, wenn die Gegebenheiten günstig sind.


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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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