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Expertenrat

Die Dämmung auf unserem Dachboden ist feucht. Was können wir dagegen unternehmen?

Unser Experte Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) antwortet

Frage von Josef R. am 05.01.2017 

Wir haben in unserem Fertighaus einen ungeheizten Spitzboden. Das Dach ist mit Tonziegeln gedeckt und die Sparren sind mit einer Unterspannbahn abgedichtet. Die oberste Geschossdecke ist mit Rigipsplatten abgedeckt. Darüber ist Schwitzwasserfolie und zur Dämmung Stein/ Glaswolle.

Damit der Spitzboden begehbar ist und als Lagerplatz genutzt werden kann, wurden auf die Dämmung Spanplatten gelegt. Heute musste ich feststellen das sich durch die kalte Witterung Kondenswasser unter den Spanplatten gebildet hat und die Steinwolle oberflächlich nass ist.

Was kann man nun unternehmen damit das Holz nicht weiter durchfeuchtet und Schimmel oder weitere Schäden vermieden werden können?

Nachtrag: Es handelt sich hierbei um eine Holzdecke. Deckenaufbau von unten nach oben Rigips, Schwitzwasserfolie und in der Fachung liegt Steinwolle. Die Fachung wurde mit losen Spannplatten abgedeckt, damit sie begehbar ist und der Spitzboden als Lagerraum genutzt werden kann. Nun habe ich festgestellt, dass sich an der Unterseite der Spannplatten Kondenswasser bildet bzw. die Platten unten nass sind und auch die oberste Schicht der Dämmung etwas feucht ist jedoch noch nicht durchfeuchtet. Spitzboden ist ungeheizt. 

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Hier stellt sich die Frage, wieso kommt es zur Kondenswasserbildung? Da sich an der Unterseite der Spanplatten dieses bildet, muss dort die Temperatur im Vergleich zur Temperatur des Spitzbodens und der damit einhergehenden relativen Luftfeuchtigkeit zu hoch sein. 

Um der Sache auf den Grund zu gehen, sollten Sie Folgendes untersuchen: Füllt die Steinwolle die Gefache vollständig aus oder liegt sie lose zwischen den Deckenbalken? Wie dick ist die Dämmschicht? Sind es weniger als 10 cm oder mehr? Wie ist die Folie verarbeitet Ist sie an den Übergängen zu den Wänden und anderen angrenzenden Bauteilen vollständig eingeputzt bzw. dicht angeschlossen? 

Diese Fragen sollten Sie am besten mit einem Fachmann vor Ort beraten, der Ihnen dann auch gleich für Ihre Situation passende Lösungsvorschläge unterbreiten kann. Aus der Ferne ist diese Frage leider nicht seriös zu beantworten. 

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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