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Expertenrat

Ich habe gelesen, dass bei der Dachbodendämmung im Bereich des Drempels die durchgehende Dämmebene weiterzuführen ist. Wie macht man das?

Frage von Bernd H. am 05.10.2015 

Ich habe gelesen, dass bei der Dämmung der obersten Geschossdecke "im Bereich des Drempels die durchgehende Dämmebene weiterzuführen ist". Ist das richtig und wie macht man das? Über die Geschossdecke verlaufen in einem Abstand von 11 cm Rohre (Solaranlage), die sehr heiß werden. Wie kann man diese Bereiche am besten dämmen?  

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Diese Information über die Weiterführung der Dämmebene im Bereich des Drempels ist grundsätzlich korrekt. Nur bei der Umsetzung bereitet dies in der Regel Probleme, da man u. U. nicht so ohne weiteres an alle Seiten des Drempels herankommt. Sollte Ihr Dach so konstruiert sein, dass der Drempel selber sich komplett im Dach befindet – eine Seite des Drempels ist zum Dachboden hin, die andere verschwindet unter der Dachfläche – so können Sie die Außenseite des Drempels, der sich unter der Dacheindeckung befindet, nur dann dämmen wenn Sie das Dach aufmachen. Diese Seite des Drempels sollte man also erst dann dämmen, wenn man ans Dach insgesamt geht. Wenn also irgendwann einmal das Dach erneuert wird, ist auch der Zeitpunkt gekommen, die Außenseite des Drempels zu dämmen. Alles, was Sie von innen, von der Dachbodenseite aus machen können, sollten Sie tun. Zur Solaranlage: Sollten die Rohre der Solaranlage ungedämmt über Ihren Dachboden verlaufen, so wird Energie verschwendet. Sie sollten bei der Dämmung des Dachbodens die Rohre der Solaranlage unbedingt mitdämmen. Wenn man ein Dämmmaterial nimmt, das als Platte verarbeitet wird, kann man die Bereiche für die Rohre entsprechend ausschneiden. Aber Sie sollten sich auf jeden Fall vorher von Ihrem Heizungsbauer, der die Anlage eingebaut hat, zur Frage der Rohrdämmung einen fachlichen Rat einholen.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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