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Expertenrat

Welche Dämmung eignet sich bei einem 40 Jahre alten Dach?

Frage von Carola B. am 19.10.2016 

Mein Dach ist ca. 40 Jahre alt und hat eine Dämmung aus dünnen Styroporplatten. Darunter befindet sich eine Folie. Auf der Syroporplatte sind Erhebungen auf denen die Dachziegel liegen. Die Dachsparren sind 14,5 cm stark und ich habe 3 Dachfenster. Nun muss ich neu Dämmen, da eine Photovoltaikanlage auf dem Dach montiert werden soll. Welche Dämmung ist dabei am sinnvollsten und dazu auch kostengünstig? 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Soll der bestehende Aufbau der Dacheindeckung beibehalten werden, ist die Zwischensparrendämmung von innen eine Möglichkeit. Dabei werden Dämmstoffe, wie Mineralwolle zwischen die Dachsparren geklemmt. Um sicherzustellen, dass feuchtebedingte Schäden ausgeschlossen werden können, sollte die Konstruktion von innen mit einer feuchtevariablen Dampfbremse abgeschlossen werden. Diese kann ihre Eigenschaften abhängig von der Temperatur verändern und so sicherstellen, dass im Winter keine Feuchtigkeit in die Dämmschicht eindringt. Im Sommer wird die Folie durchlässig und ermöglicht somit, dass dennoch vorhanden Feuchtigkeit rücktrocknen kann.

Nach aktuell gültiger Energieeinsparverordnung muss die oberste Geschossdecke gedämmt werden, sofern diese frei zugänglich ist. Alternativ ist die Anforderung auch dann eingehalten, wenn das Dach gedämmt wird. Generell ist dabei ein U-Wert von 0,24 W/m²K zu erreichen.

Bei der von Ihnen beschriebenen Konstruktion, könnte dieser mit einer Mineralwolle-Dämmung von 14 Zentimetern erreicht werden - abhängig von der Qualität der Styroporplatten und der Stärke der Dachsparren.

Wir empfehlen, die Konstruktion vor Ort von einem Energieberater prüfen zu lassen. Diesen finden Sie zum Beispiel in der Energieberater-Suche.

Während die Photovoltaik-Anlage über das KfW-Programm 274 "Erneuerbare Energien – Standard – Photovoltaik" mit einem zinsgünstigen Darlehen gefördert wird, erhalten Sie auch für die Dachdämmung einen Zuschuss.

Im Beitrag KfW-Förderung für Photovoltaik-Anlagen erklärt B.Sc. Thomas Ogsoka, wie Sie die Förderung der PV-Anlage beantragen können.

Weitere Informationen zur Förderung der Dachdämmung hat Dipl.-Ing. Alexander Neumann im Beitrag Förderung für die Dachdämmung.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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