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Expertenrat

Wie können wir unser bestehendes Dach am besten dämmen, um Fördermittel zu erhalten?

Frage von Sven S. am 05.02.2022 

Wir planen eine Dachsanierung unseres Bestandshauses und wollen dabei die Förderung für die BEG Einzelmaßnahme in Anspruch nehmen. Die Ausgangssituation ist die, dass ungefähr die Hälfte der Dachfläche mit einer Zwischensparrendämmung in 160 mm Mineralwolle ausgefüllt ist, die wir im Zuge einer Renovierung einzelner Räume im Obergeschoss vor einigen Jahren eingebracht haben. Die andere Hälfte des Daches ist ungedämmt.

Nun haben wir uns drei Angebote von drei Dachdeckern geben lassen und wissen nicht mehr weiter. Der erste Dachdecker schlug eine Aufdachdämmung in 160-180 mm PIR vor und wollte die vorhandene Zwischensparrendämmung komplett entfernen. Ein weiterer Dachdecker schlug eine ähnliche Aufdachdämmung in 160 mm vor (auch PIR) und wollte die bestehende hälftige Zwischensparrendämmung drin lassen. Und der dritte Dachdecker hat vorgeschlagen, auch die andere Dachhälfte mit einer 160 mm Zwischensparrendämmung von oben aufzufüllen und zusätzlich eine 80 mm starke Aufdachdämmung PIR anzubringen. Jeder der Dachdecker hat seine Variante angepriesen und uns entsprechende Vorteile genannt.

Nach Rücksprache mit einem Energieberater sind alle drei Varianten förderfähig, da der entsprechende U-Wert von 0,14 erreicht wird (PIR in den Angeboten mit 023, Mineralwolle mit 035).

Wozu würden Sie uns raten? Was ist üblich heutzutage? Und was wäre die sinnvollste und beste Variante?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Wie Ihr Energieberater bereits bestätigt hat, sind alle Maßnahmen möglich. Die Dachdämmung von außen ist dabei technisch mit den geringsten Risiken verbunden. Sie beugen Feuchteproblemen bestmöglich vor, vermeiden Wärmebrücken und erhalten eine funktionierende Dachhaut. Wie im zweiten Angebot vorgeschlagen, können Sie die bestehende Zwischensparrendämmung dabei im Haus belassen, sofern eine Dampfbremse fachgerecht eingebaut wurde. Die dritte Lösung ist ebenfalls möglich, erfordert allerdings das Einbringen einer Dampfbremse von außen. Experten legen die Folie dabei schlaufenförmig über die Sparren, um ein Eindringen feuchter Luft in die Dämmebene zu unterbinden. In der Umsetzung ist das allerdings nicht ganz einfach - vor allem bei ungleichmäßigen Dachstühlen mit vielen Schiftern, Wechseln oder Dachaufbauten.

Unser Tipp geht zur ersten oder zweiten Variante (wenn eine funktionsfähige Dampfbremse vorhanden ist), da diese am sichersten umzusetzen sind. Bei Variante eins besteht außerdem die Möglichkeit, Sparren von innen sichtbar zu gestalten, wenn Sie das möchten. Variante 3 kommt infrage, wenn der Dachstuhl gleichmäßig aufgebaut ist. Dazu sollte Ihr Energieberater vor Ort eine individuelle Aussage treffen können. Letztlich entscheiden aber auch die Kosten aus den Angeboten der drei Dachdecker.


Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für die Dachdämmung herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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