Ich möchte bei einem alten Haus die Dachschräge zusätzlich dämmen. Der aktuelle Aufbau von außen nach innen: Dachziegel, Dämmung, Dampfbremse, Holzbretter. Hier würde ich auf die Holzbretter eine Dämmplatte und dann eine Rigipsplatte machen wollen. Macht das Sinn? Brauche ich eine zusätzliche Dampfbremse? Sind Dämmplatten aus Holzfasern oder Styropor ratsam?
Der geplante Aufbau ist nicht zu empfehlen. Denn zwischen Holzbrettern und Dampfbremse besteht in der Regel ein Hohlraum. Dieser hat zwei Nachteile. Zum einen könnte feuchte Luft hier in ungünstigen Zuständen kondensieren. Zum anderen könnte Luft durch den Zwischenraum strömen und die Wirkung der Zusatzdämmung deutlich herabsetzen.
Sinnvoll wäre es, die Dampfbremse zu entfernen, eine Untersparrendämmung, eine neue Dampfbremse und anschließend eine Lattung zum Aufnehmen der neuen Decke zu montieren. Alternativ können Sie nur die Bretter entfernen, die neue Untersparrendämmung direkt auf die Folie legen und diese von unten mit einer Lattung und der neuen Decke aus Rigips abschließen. Variante eins wäre bauphysikalisch günstiger, Variante zwei aber auch gut umsetzbar.
Geht es um den Dämmstoff, kommen beide beschriebenen infrage. Holzwolle oder mineralische Dämmstoffe wie Glaswolle lassen sich aber besser verarbeiten und dicht in die Lücken zwischen der neuen Lattung einbringen.
Unser Tipp: Besprechen Sie den Aufbau mit einem Energieberater aus Ihrer Region. Der Experte berechnet den Aufbau. Er gibt eine fundierte Auskunft zum richtigen Aufbau und zeigt, welche Qualität die einzelnen Baustoffe haben müssen.
Denken Sie außerdem daran, Fördermittel für die Dachdämmung zu beantragen. Diese bekommen Sie in Form von Zuschüssen in Höhe von 15 bis 20 Prozent, wenn der Wärmeschutz den BEG-Anforderungen entspricht. Wie Sie die Förderung richtig beantragen, erklären wir im Beitrag "BAFA-Förderung richtig beantragen - so geht's".
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