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Expertenrat

Welcher Dämmstoff eignet sich für ein ehemaliges Fachwerkhaus?

Unser Experte Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) antwortet

Frage von Peter S. am 01.07.2020 

Wir besitzen ein ehemaliges Fachwerkhaus von 1900, welches jedoch in den 50ern durch 24er Bimsstein ersetzt wurde (außer Holzbalkendecken und Fensterstürze). Mit was für einer Dämmung sollten wir von außen dämmen?

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Die Dämmung der Außenwand sollte so ausgeführt werden, dass mindestens die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) erfüllt werden.
Dies heißt, der U-Wert (gibt an, wie gut oder schlecht ein Bauteil Wärme leitet) sollte nicht höher als 0,240 W/(m²K) sein. Dies erreichen Sie beispielsweise mit einer Dämmung aus Holzweichfaserplatten in einer Stärke von 10 cm bei einer WLG von 034. Alternativ können Sie auch eine Dämmung aus EPS machen. Bei einer WLG von 032 benötigen Sie dann ebenfalls 10 cm, um auf einen Dämmwert von 0,221 W/(m²K) zu kommen.
Wählen Sie dagegen einen Dämmstoff mit einer größeren WLG (040 zum Beispiel), steigt auch die Dämmstärke.

Egal, für welchen Dämmstoff Sie sich entscheiden: Die Anforderungen der EnEV sollten Sie erreichen, sonst ist der Einspareffekt im Verhältnis zu den Investitionen zu gering. Und noch ein Tipp: Lassen Sie die Arbeiten am besten von einer Fachfirma durchführen, die Erfahrung auf diesem Gebiet hat.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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