Ich möchte mein Gartenhaus aus den 50er-Jahren sanieren (ca. 4 mal 5 Meter). Mein Problem ist die sehr hohe Bodenfeuchtigkeit (das Haus steht unmittelbar neben einem Bach). Das Haus ist folgendermaßen aufgebaut: Auf einem rund 35 cm hohen Streifenfundament aus gemauerten Feldsteinen liegt eine Bohlen/Bretterkonstruktion als Boden auf. Die Wände bestehen aus Kanthölzern und Brettern, auf deren Außenseite Dachpappe genagelt wurde, die dann mit Keilspundbrettern verblendet wurde. Das Giebeldach besteht aus mehreren Sparren, auf die längs Bretter, teilweise auch Sperrholzplatten, genagelt wurden. Auf diese wurde Dachpappe aufgenagelt.
Das Hauptproblem ist der Boden des Hauses. Nach dem Entfernen von mehreren Schichten Teppich, PVC-Belägen und zum Schluss Dachpappe kam die eigentliche Holzkonstruktion zum Vorschein, die sehr feucht ist und auch nach Monaten nicht abtrocknet. Diese Konstruktion muss auf jeden Fall verstärkt werden, da der Boden in der Mitte sehr deutlich nachgibt. Zudem will ich den Boden gegen Kälte und Feuchtigkeit isolieren. Nun ist die Frage, wie man den Boden am besten saniert.
Die wahrscheinlich aufwendigste Methode ist, das Gartenhaus mitsamt Boden anzuheben, eine Isolierschicht unterzuziehen, zusätzlich auszusteifen und wieder auf das Streifenfundament abzusenken. Da das auch bei so einem kleinen Gartenhaus mit sehr viel Aufwand und irgendwelchen Schäden an der Bausubstanz einhergehen wird, will ich das nach Möglichkeit vermeiden. Die andere Methode ist aus meiner Sicht, eine Isolierschicht auf die Bretter zu legen, wie zuvor schon die Dachpappe, und einen neuen Boden darauf aufzubauen.
Was wäre der beste Weg, um einen stabilen Boden zu erhalten, der Kälte und Feuchtigkeit fernhält? Ich danke schon einmal für die Antwort.
Eine Sanierung des Bodens Ihres Gartenhauses auf Basis der vorhandenen Holzkonstruktion durchzuführen, scheint mir nicht die geeignete Methode.
Ich würde stattdessen die gesamte auf Holz basierte Bodenkonstruktion entfernen und einen komplett neuen Fußboden einbauen. Um einen ausreichenden Feuchteschutz zu erhalten, muss zunächst eine kapillarbrechende Schicht verlegt werden. Diese kann z. B. aus etwa 20 cm Schaumglasschotter bestehen, welches auch eine wärmedämmende Wirkung besitzt. Für diesen Aufbau ist Voraussetzung, dass das tragfähige Erdreich mindestens 40 bis 50 cm über dem Grundwasserspiegel liegt.
Unterhalb der Schaumglasschotterschicht empfiehlt sich der Einbau eines Geotextiles, welches das Einschwemmen von Feinmaterial aus dem Erdreich verhindert. Es wird an den Fundamenten bis über Oberkante Schaumglasschotter hochgeführt.
Die Schaumglasschotterschicht wird nach Herstellerangaben leicht verdichtet (abrütteln). Hierauf kann der weitere Fußbodenaufbau, z. B. eine Holzkonstruktion mit Bohlen/Dielung erfolgen.
Eine besser gedämmte Lösung entsteht, wenn über dem Schaumglasschotter zunächst noch eine 8 bis 10 cm starke Schicht aus einem druckbelastbaren und feuchtigkeitsunempfindlichen Wärmedämmstoff aufgebaut wird (z. B. Styrodur). Darauf kann ein schwimmender Estrich mit unterschiedlichsten Materialien ausgeführt werden.