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Expertenrat

Brauchen wir bei der Dämmung der obersten Geschossdecke eine Dampfbremse und können wir Dämmplatten XPS oder PUR verlegen?

Frage von Andre S. am 29.07.2015 

Wir wohnen in einem Einfamilienhaus Bj. ca. 1970 und wollen die obere Geschossdecke zusätzlich dämmen. Die Dämmung sollte begehbar sein, zwischen den Decken/Bodenbalken ist Glaswolle eingebracht, darüber sind Nut und Federbretter verlegt. Darauf wollten wir Dämmplatten XPS oder PUR verlegen. Ist die so machbar oder müssen wir zusätzlich eine Dampfsperre oder etwas vergleichbares anbringen und wenn wo sollte diese sich befinden? Vielleicht haben Sie uns einen Alternative zu unserer Vorstellung. 

Antwort von Andreas Skrypietz von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)  

Bei der Dämmung der obersten Geschossdecke sollte man bei einer Holzbalkenlage als Decke davon ausgehen, dass eine Dampfbremse oder Dampfsperre benötigt wird, bei einer Betondecke ist es wahrscheinlicher, dass man ohne eine solche Folie auskommt. In diesem Fall sollten Sie eine solche Folie einbauen. In welcher Leistungsstärke – ob als Bremse oder als Sperre – hängt von den Details der vorhandenen Konstruktion ab. Wie ist die Decke zum Wohnraum hin gestaltet? Ist dies eine verputzte Decke auf Putzträger – zum Beispiel Heraklit – oder eine Gipskartonplatte? Wie stark ist die Dämmung zwischen den Deckenbalken? Von diesen Details hängt es ab, welche Art von Folie Sie einbauen müssen. Auch das Dämmsystem, dass Sie oben einbauen wollen, spielt eine Rolle. Je nach Material- und Herstellerwahl gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Hier ist es ratsam einen Fachmann vor Ort zu fragen, dem Sie dann die oben genannten Details nennen sollten. Ohne diese Detailkenntnisse kann ich Ihnen aus der Ferne nur zu einem Aufbau mit Dampfbremse raten, ob Sie XPS oder PUR nehmen können Sie frei entscheiden, in jedem Fall muss die Dampfbremse zwischen vorhandener Nut und Feder Schalung und der Dämmung eingebaut werden.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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