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Expertenrat

Kann Staub der Dämmwolle ohne Unterspannbahn nach draußen und durch die Fenster ins Haus gelangen?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Andreas H. am 08.04.2021 

Wir wollten im DG die Rigips-Wände erneuern und haben dabei festgestellt, dass sich zwischen Dämmung (Mineralwolle von Rockwool, ca. 5 Jahre alt) und Dachziegeln keine Unterspannbahn befindet, die Dämmwolle sitzt also zwischen den Sparren. Auf den Sparren aufgenagelt ist eine Lattung, auf der schlussendlich die Dachziegel aufliegen.

Das entspricht zum einen natürlich nicht dem heutigen Standard bzgl. von außen eindringender Nässe. Zum anderen stellt sich für uns die Frage, ob aufgewirbelter Staub der Dämmwolle, also Fasern und dergleichen, durch die Dachziegel nach außen dringen und so auch in geöffnete Fenster gelangen könnten. Normalerweise würde das durch die Unterspannbahn verhindert, oder?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Das Partikel der Wolle nach außen und durch die Fenster nach innen dringen, ist theoretisch möglich - allerdings eher unwahrscheinlich. Problematisch ist der Aufbau jedoch in Bezug auf die Feuchtigkeit. Dringt diese von außen ein, sodass sie die Dämmstoffe befeuchtet, wirken diese schlechter und der Wärmeschutz sinkt.

Wir empfehlen, die Dachdämmung von einem Dachdecker oder Energieberater aus Ihrer Region begutachten zu lassen, um das "Gefahrenpotenzial" zu beurteilen und eine individuell passende Lösung zu finden.


Kommentare

Andreas H.

Warum ist es "eher unwahrscheinlich", dass Partikel der Wolle nach außen und durch die Fenster nach innen dringen? Das "Gefahrenpotenzial" bezieht sich auf die Partikel oder auf die möglicherweise eindringende Feuchtigkeit?

ENERGIE-FACHBERATER 

Der Weg der Fasern aus der Dachkonstruktion zu einem Fenster in der Fassade ist weit. Daher ist es wahrscheinlicher, dass sich Partikel vom Gebäude entfernen. Ohne die Konstruktion zu kennen, ist eine konkrete Aussage dazu allerdings nicht möglich. Das "Gefahrenpotenzial" bezieht sich auf beides. Ein Fachhandwerker oder ein qualifizierter Energieberater aus Ihrer Region kann die Konstruktion vor Ort begutachten und eine zuverlässige Antwort geben.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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