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Expertenrat

Wie viel Energie lässt sich mit der Rohrdämmung sparen und welche Möglichkeiten gibt es bei einem Heizungstausch?

Unser Experte ENERGIE-FACHBERATER  antwortet

Frage von Nadine D. am 22.06.2017 

Ich möchte herausfinden, wie viel Wärmeverlust freiliegende (durch Zimmer verlaufende) Heizungsrohre haben? Weiter möchte ich wissen, wie viel die Sanierung mit Dämmschalen kostet? Meine letzte Frage ist, welche alternativen hat man, wenn man einen alten Heizungskessel austauschen muss (Heizöl) und Fernwärme leider nicht möglich ist. 

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

1) Wärmeverlust ungedämmter Rohrleitungen

Der Wärmeverlust ungedämmter Rohrleitungen hängt von vielen Faktoren, wie der Stärke der Rohre, der Temperatur des Heizungswassers oder der Temperatur des Kellerraumes ab und muss aufwendig berechnet werden. Als Daumenwert kann man etwa 50 Watt pro Meter annehmen. Ist die Heizwassertemperatur bei alten Konstanttemperaturkesseln ganzjährig sehr hoch, sind auch 100 Watt pro Meter möglich. Bei einer Betriebszeit von etwa 3.000 Stunden im Jahr ergibt das einen Verlust von mehr als 150 Kilowattstunden pro Meter.

2) Kosten der Sanieurung mit Dämmschalen

Die Dämmng der Rohrleitungen kann in vielen Fällen einfach selbst erledigt werden. Je nach Material kostet das rund 5 bis 10 Euro pro Meter Rohr. Geht man von der Beheizung mit Gas und einem Preis von 6 Cent pro Kilowattstunden aus, rechnet sich die Dämmung dabei oft schon nach dem ersten Jahr.

3) Alternativen für den Heizungstausch

Geht es um den Heizungstausch, gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten. Ist ein Gasanschluss vorhanden, stellt eine neue Gasheizung in der Regel die günstigste Lösung dar. Eine ökologische Alternative dazu sind Scheitholz- oder Pelletkessel, die beide mit einem regional verfügbaren und nachwachsenden Brennstoff arbeiten. Während Scheitholzkessel in der Regel von Hand zu beschicken sind, arbeiten Pelletkessel automatisch. Hier bietet es sich zum Beispiel an, den Platz des alten Öltanks für ein Pelletlager zu nutzen. Wird die Gebäudehülle saniert, sodass der Energieverbrauch sinkt, kommen auch Brennstoffzellen oder Wärmepumpen infrage. Während die Brennstoffzelle Gas nutzt, um über einen elektrochemischen Prozess Strom und Wärme zu erzeugen, zapft die Wärmepumpe die Umwelt an. So gewinnt sie Energie aus Wasser, Erde oder Luft und macht diese über einen technischen Prozess zum Heizen nutzbar. Generell ist in vielen Fällen auch die Kombination mit einer Solarthermieanlage möglich.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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