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Expertenrat

Welche Einblasdämmung eignet sich zum Schallschutz zwischen zwei Doppelhaushälften?

Frage von Peter M. am 27.03.2021 

Ich benötige die Einblasdämmung zur Schallschutzverbesserung im Hohlraum zwischen den Trennwänden von 2 DHH. Das Objekt ist über 40 Jahre alt, in den Hohlraum wurde damals Glaswolle eingebracht, welche allerdings komplett zusammengesackt ist und somit kaum noch Funktion hat. Welches Material für die Einblasdämmung eignet sich hier am besten?

Antwort von Christoph v. Stein 

Für Schallschutzzwecke geeignet ist jeder feinfaserige Dämmstoff, der sich gut verdichten lässt. Dafür infrage kämen Zellulose, eine Glasflocke (Ursa PureFloc oder Knauf SupaFil) oder Steinwolle.

Zellulose hat die besten feuchtestabilisierenden Eigenschaften, ist aber als "normal entflammbar" (B2) eingestuft. Sie ist damit genau so zu behandeln wie Holz, und der Brandschutz kann durch beidseitige ausreichende Beplankung mit Gipskarton hergestellt werden.

Steinwolle hat keine feuchtestabilisierenden Eigenschaften, ist aber als "nicht entflammbar" (B1) eingestuft und hat einen Schmelzpunkt von mindestens 1.000 °C - Glaswolle hat ihren Schmelzpunkt bei 600 °C.

Wenn es keine Brandschutzanforderungen gibt (ist bauseits zu klären), dann würde ich immer Zellulose wählen, ansonsten für sehr schmale Spalten Glaswolle und für Spalten ab 10 cm Steinwolle.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 
 

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