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Expertenrat

Hat die Bodenbeschaffenheit einen Einfluss auf die Effizienz einer Erdwärmepumpe?

Frage von Norbert K. am 21.06.2022 

Wir bewohnen eine Doppelhaushälfte mit ca. 96 qm Wohnfläche, haben eine 33 Jahre alte Ölheizung und möchten auf Erdwärme umstellen. Da eine über 2.000 qm große Grundstücksfläche vorhanden ist, würden wir mit Flächenkollektoren arbeiten. Zur Frage: Hat die Bodenbeschaffenheit Einfluss auf die Effizienz der Heizung? Unser Boden ist sehr trocken, auch in 2 m Tiefe. Wie sieht das Kosten-Nutzen-Verhältnis aus? Noch mal zum Haus: Bauj. 1933; Dach gedämmt, Fenster 1999 erneuert, Fassade mit 60 mm Dämmung gedämmt.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Die Bodenbeschaffenheit wirkt sich auf die potenzielle Wärmemenge und damit auf die mögliche Entzugsleistung aus. Je feuchter der Boden ist, umso mehr Energie kann er speichern. Im Vergleich zu einem trockenen Boden bekommt die Wärmepumpe bei der gleichen Fläche also mehr Wärme, wenn der Boden feucht ist. Ist die Entzugsleistung bei dem vorhandenen Boden gering, können Sie das mit einer größeren Fläche ausgleichen. Da diese höhere Kosten verursacht, geht das jedoch zulasten des Kosten-Nutzen-Verhältnisses.

Im Durchschnitt ergibt sich eine Entzugsleistung von etwa 25 W/m². Während sehr trockene Böden teilweise nur 10 W/m² bereitstellen, erhalten Sie in wassergesättigten Böden 40 W/m². Benötigt Ihre Wärmepumpe 4 kW Umweltwärme, wäre dazu eine Fläche von 100 m² (40 W/m²) bis 400 m² (10 W/m²) erforderlich.

Eine zuverlässige Auskunft erhalten Sie hier von einem Planer für Wärmepumpen, der die Situation vor Ort begutachtet. Dieser informiert auch über das Kosten-Nutzen-Verhältnis, das wir aus der Ferne leider nicht abschätzen können. Grund dafür ist, dass die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Wärmepumpe neben der Umweltwärmequelle auch sehr stark vom energetischen Zustand des Gebäudes und der Art der Wärmeübertragung abhängt.

Denken Sie daran, dass der Staat eine attraktive Förderung für die Wärmepumpe vergibt. Ersetzen Sie damit eine Ölheizung, sind Zuschüsse oder Darlehen mit Tilgungszuschüssen in Höhe von 45 bis 50 Prozent möglich. Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für Wärmepumpen herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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