Wir sanieren gerade unser neu erworbenes Haus und haben folgendes Problem: Wir haben einen Anbau, der nur als Vorflur benutzt wurde. Über dem Anbau ist eine Terrasse (neu abgedichtet und gefliest im Jahr 2023). Der Vorraum war und bleibt ungeheizt. Jetzt haben wir ca. 5 qm abgetrennt, um das Bad zu vergrößern. Die Decke ist aus Stahlbeton (nicht gedämmt). Draußen war es die Tage sehr kalt und wir haben die Baustelle innen geheizt. Uns ist aufgefallen, dass an einer Außenecke unter der Decke im Bad, sich Wassertropfen gebildet haben. Einen Schaden von außen, können wir nahezu ausschließen. Könnte dies Kondenswasser von der Betondecke sein?
Wir werden im nächsten Jahr die Fassade dämmen, um eine eventuelle Kältebrücke zu beheben. Macht es Sinn, die Betondecke von innen auch zu dämmen? Von oben wäre mir lieber, aber dann muss man 15 qm Terrasse, die relativ neu ist, zerstören, was nicht infrage kommt. Die betroffene Außenecke liegt immer im Schatten und ist relativ kalt.
In der Tat, hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Wärmebrücke, an der sich innen Kondenswasser bildet. Die Betondecke gibt dabei Wärme nach außen ab, wodurch sich die Oberfläche innen stark abkühlt. Abhilfe schaffen Sie mit einer Dämmung, die auch von innen möglich ist. Infrage kommt dabei unter anderem eine kapillaraktive Innendämmung, die Feuchtigkeit aufnehmen, speichern und zeitversetzt abgeben kann.
Alternativ können Sie die Raumtemperatur weiter anheben. Sinnvoll ist es außerdem, die relative Luftfeuchte im Raum im Auge zu behalten und zu begrenzen. Letzteres funktioniert mit aktivem Stoßlüften oder mit einer dezentralen Lüftung. Letzteres ist hier sinnvoll, da es sich um ein Badezimmer handelt, in dem zeitweise sehr viel Feuchtigkeit anfallen kann.
Unser Tipp: Lassen Sie den Sachverhalt von einem Energieberater aus Ihrer Region prüfen. Dieser stellt die Ursache der Feuchtigkeit fundiert fest und zeigt verschiedene Lösungsmöglichkeiten auf. Aus der Ferne ist das leider nur eingeschränkt möglich.