Wir haben unser Satteldach zu einem Gaubendach umbauen lassen und haben eine Holzfaser-Aufsparrendämmung, eine Einblas-Zwischensparrendämmung und eine Dampfbremse installiert. Der Blower-Door Test war ebenfalls erfolgreich.
Nun soll ins komplette Dachgeschoss eine Fußbodenheizung eingezogen werden, welche mit einem Fließestrich bedeckt wird (ca. 140 m²).
Wir machen uns hier ein wenig Sorgen, dass es mit der Feuchtigkeit in den ersten 24h Probleme geben könnte, da wir nicht lüften dürfen. Besonders Sorgen machen wir uns hier um die ganzen Holzelemente (OSB, Sparren und Dampfbremse). Die Estrichfirma und die Dachdecker sagen, dass das kein Problem darstellt, wenn nach den 24h gelüftet wird.
Durch den Estrich kommt viel Feuchtigkeit in den Raum, die zunächst in der Luft verbleibt. Probleme mit Kondensation entstehen in der Regel nur, wenn sich die Luft an Bauteilflächen abkühlt. Durch die Dämmung verliert das Dach nur wenig Wärme und die Oberflächentemperatur sollte hoch bleiben - vor allem durch die inzwischen höheren Außentemperaturen. Das Kondensationsrisiko ist dadurch schon einmal geringer. Wichtig ist, dass in den ersten 24 Stunden keine Zugluft entsteht, um Rissbildung zu vermeiden.
Machen Sie sich dennoch Sorgen, können Sie den Raum in der Zwischenzeit unter Umständen zusätzlich beheizen (etwa ohne Zugluft mit Infrarot in Richtung Decke). Die höhere Temperatur sorgt dafür, dass die Luft mehr Feuchte aufnehmen kann und das Kondensationsrisiko weiter sinkt. In der Regel sollte es in der kurzen Zeit (24 h) aber nicht zu Problemen kommen – zumal die Dachdämmung fachgerecht ausgeführt wurde, wie sich mit dem Blower-Door-Test bestätigen ließ.