Bei einer Dachsanierung soll die OGD auf einen förderfähigen U-Wert von 0,14 W/m²×K gedämmt werden. Im Bereich eines Türausschnittes reduziert sich aber der mögliche Schichtaufbau. Das Steildach wird aber zusätzlich noch mit einer 4 cm Weichfaserplatte gedeckt – kann man die beiden U-Werte addieren, um dann auf einen Gesamt-U-Wert zu kommen, der dann unter 0,14 liegen dürfte?
Das Zusammenrechnen der beiden U-Werte von Dachboden und Dachfläche ist nicht möglich. Sie bekommen die Förderung aber auch, wenn der U-Wert in Teilbereichen über dem geforderten Wert liegt. Nachlesen können Sie das in der Liste der technischen FAQ. Hier heißt es: "Für inhomogene Bauteile aus nebeneinanderliegenden, unterschiedlichen Schichten (wie z. B. bei Dächern mit einer Zwischensparrendämmung) ist der U-Wert nach den Regelungen der DIN EN ISO 6946: 2008-04 in Abschnitt 6.2 zu ermitteln. Der U-Wert ergibt sich danach aus dem arithmetischen Mittel des oberen und unteren Grenzwertes für den Wärmedurchgangswiderstand RT näherungsweise als Mittelwert für die unterschiedlichen Schichtaufbauten."
Das heißt: Sie berücksichtigen den U-Wert der unterschiedlichen Flächen, ermitteln den Gesamt-U-Wert anhand der Flächengewichtung und erhalten damit den für die Förderung relevanten Wert. Ihr Energieberater aus Ihrer Region unterstützt Sie dabei.
Wie Sie die Förderung der Dachbodendämmung richtig beantragen, erklären wir im Beitrag "BAFA-Förderung richtig beantragen - so geht's". Benötigen Sie Unterstützung? Dann empfehlen wir Ihnen eine Online-Energieberatung mit unseren Energie-Effizienz- und Förder-Experten. Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für Dacharbeiten.