Ausgangslage: Klimaanlage mit Wärmepumpe wird ausgeführt als Gemeinschaftsanlage für zwei Wohnbereiche (Hausbesitzer / Mieter). Hausbesitzer beantragt KfW-Förderung; Mieter mit Pflegestufe beantragt Pflegekassenzuschuss für seinen Mietanteil als 50 % der Gesamtkosten.
Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Welche ist richtig oder sind beide Varianten zulässig?
Variante 1: KfW-Förderung wird beantragt für Gesamtkosten / Pflegekassenzuschuss wird beantragt für 50% der „Gesamtkosten abzüglich KfW-Förderung"
Variante 2: Pflegekassenzuschuss wird beantragt für 50 % der Gesamtkosten / BEG-Förderung wird beantragt für "Gesamtkosten abzüglich Pflegekassenzuschuss“
Grundsätzlich ist eine Kombination der BEG-EM-Förderung mit anderen Förderangeboten möglich. Zu beachten ist dabei allerdings, dass der Fördersatz infolge der Kumulierung nicht über 60 Prozent liegen darf. In der aktuell gültigen BEG-EM-Richtlinie heißt es dazu: "Ergibt sich infolge der Kumulierung für die zu fördernde Maßnahme ein Fördersatz aus öffentlichen Mitteln von insgesamt mehr als 60 Prozent, hat dies der Fördernehmer dem jeweiligen Durchführer anzuzeigen. Übersteigt die Zuschussförderung mit allen öffentlichen Mitteln die Grenze von 60 Prozent der geförderten Investitionsausgaben, wird der Anteil der BEG-Förderung entsprechend reduziert, bis der Fördersatz insgesamt wieder auf 60 Prozent sinkt. Der überschüssige Betrag ist durch den Fördernehmer zurückzuerstatten. Es müssen anteilig nur die sich bei der Kumulierung überschneidenden förderfähigen Ausgaben der jeweiligen Förderprogramme angesetzt werden."
Möglich wäre also Variante 1: Sie beantragen die Heizungsförderung komplett und Ihr Mieter beantragt den Pflegekostenzuschuss. Ob es diesen für eine Klimaanlage gibt, ist allerdings zuvor mit der Pflegekasse zu klären. Wie Sie die Förderung der Heizung richtig beantragen, erklären wir im Beitrag "KfW-Heizungsförderung richtig beantragen - so geht's". Benötigen Sie Unterstützung? Dann empfehlen wir Ihnen eine Online-Energieberatung mit unseren Energie-Effizienz- und Förder-Experten. Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für die neue Heizung.