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Expertenrat

Muss unser Sohn die Gasheizung austauschen, wenn wir diese jetzt einbauen und danach das Haus auf ihn übertragen?

Frage von Wolfgang S. am 08.04.2024 

Meine Frau und ich sind Eigentümer eines Zweifamilienhauses (Reihenhaus). Ein Haus bewohnt unser Sohn, das andere Haus, in dem sich die Heizung befindet, bewohnen wir. Beide Häuser werden von einer Viessmann Niedrigtemperaturheizung beheizt.

Wir beabsichtigen, beide Objekte an unseren Sohn zu übertragen und behalten uns ein lebenslanges Wohnrecht vor. Weiterhin beabsichtigen wir, die vorhandene Heizung durch eine Brennwertölheizung zu ersetzen. Muss unser Sohn diese neue Brennwertheizung nach erfolgter Übertragung wieder rausreißen?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Die Heizung darf auch nach der Übertragung des Eigentums bestehen bleiben. Es gelten aber bereits jetzt die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes. Bis zur Veröffentlichung der kommunalen Wärmeplanung, dürfen Sie dabei nach wie vor eine Gasheizung einbauen, wenn Sie diese ab 2029 mit 15 Prozent Biomethan betreiben. 2035 und 2040 steigt der Bioanteil dann auf 30 bzw. 60 Prozent an. Alternativ können Sie eine Umweltheizung nachrüsten, um die 65-Prozent-EE-Anforderung zu erfüllen.

Nach der Veröffentlichung der Wärmeplanung hängen die Vorgaben vom Inhalt der Wärmeplanung ab. Ist ein Wasserstoffnetz geplant, dürfen Sie eine wasserstofffähige (100 Prozent) Gasheizung einbauen und bis zum Umschluss mit Erdgas betreiben. Ist ein Wärmenetz geplant, dürfen Sie jede Heizung einbauen und mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas betreiben. Die Versorgung mit Fernwärme muss allerdings spätestens 10 Jahre nach Vertragsschluss erfolgen.

Weitere Informationen zu möglichen Heizlösungen geben wir im Beitrag "Heizungsgesetz / GEG 2024: Das gilt jetzt beim Heizungstausch".

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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