Wir haben ein Haus aus Bj 1970 gekauft. Dieses wollen wir umfangreich energetisch sanieren (WDVS, Fenster, Fußbodenheizung mit Wärmepumpe, Elektrik...). Die Innenwände sind leider nicht (wie ursprünglich angenommen) verputzt, sondern allesamt mit Rigipsplatten verkleidet (die äußeren Innenwände wurden zudem mit Styropor von innen gedämmt).
Wir stehen nun vor der Frage, ob wir den alten Rigips so belassen und diesen für neue Elektrik und Leitungen schlitzen oder ob wir alle Rigipsplatten entfernen und die Innenwände neu verputzen lassen (natürlich kostenintensiv) sowie nur die Decken neu mit Rigips abhängen.
In diesem Fall können wir Ihnen aus der Ferne leider keine fundierte Antwort geben. Denn diese hängt vom aktuellen Zustand ab. Gipskartonplatten, vor allem in Verbindung mit der Dämmung von innen, bergen ein hohes Feuchterisiko. Feuchtwarme Luft könnte dabei in den Zwischenraum der Wand gelangen, sich abkühlen und kondensieren. Das kann unter anderem Schimmel zur Folge haben.
Das Risiko besteht vor allem an Außenwänden – grundsätzlich kann es aber auch an einigen Stellen der Innenwände zu Feuchte und Schimmel kommen, wenn diese über angrenzende Wände nach außen auskühlen.
Sinnvoll wäre es daher, den Gipskarton (zumindest an den Außenwänden) zu entfernen, die bestehenden Wände zu prüfen und fachgerecht neu aufzubauen, sofern sie trocken sind. Letzteres funktioniert zum einen mit einem diffusionsoffenen Putz oder mit einer luftdichten Ausführung. Geht es um die Verlegung von Leitungen und Steckdosen, gewährleisten Sie auf diese Weise eine dichte und sichere Ausführung.
Unser Tipp: Wir empfehlen, das Vorhaben mit einem Energieberater aus Ihrer Region zu besprechen. Der Experte prüft die örtlichen Gegebenheiten und gibt eine fundierte Auskunft. Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für die Sanierung.