Expertenrat

Unter der schlaufenförmig verlegten Dampfbremse sammelt sich viel Feuchtigkeit. Woran liegt das?

Frage von Dominik  K. am 04.12.2022 

Ich benötige einen Rat bzgl. der Dämmung der oberen Geschossdecke in meinem EFH. Vor gut zwei Monaten habe ich den Dachboden vollständig zurückgebaut, bis auf die Deckenbalken hin zur oberen Geschossdecke. Um die Balken herum wurde dicht eine Dampfbremse mit einem Sd-Wert von 100 m verlegt. In die Zwischenräume der Balken (160 mm x 160 mm) wurde 140 mm Steinwolle mit einem WLG von 035 verlegt. Nun bildet sich an den obersten Punkten der Balken, praktisch immer an der Ecken der Balken, viel Feuchtigkeit unter der Dampfbremse. Nach ein paar Prüfschnitten in der Folie fiel mir auf, dass sich bereits ein leichter grüner Pilzbelag auf den Balken gebildet hat. Nun stellt sich mir die Frage, ob die Dämmung unzureichend hoch ist und die Feuchtigkeit darum an diesen kalten Stellen ausfällt. Eine Nachdämmung mit einigen cm Steinwolle von ober wäre möglich, bevor die OSB-Platten von oben verschraubt werden.

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Tatsächlich ist die Temperatur an den Übergängen der mit Folie bedeckten Sparren deutlich niedriger als im umliegenden, gedämmten Bereich. Die Taupunkttemperatur der Luft wird unterschritten und Wasserdampf kondensiert. Eine zusätzliche Dachbodendämmung von oben sorgt für einen höheren Wärmeschutz und dafür, dass die Oberflächentemperatur an den beschriebenen Stellen steigt. 


Wie stark die Dämmung sein sollt, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Ein Energieberater aus Ihrer Region kann diese einschätzen und eine sichere Aussage treffen. Wir empfehlen ohnehin, die Konstruktion noch einmal mit einem Energieberater oder Fachhandwerker zu besprechen, um mögliche Folgeschäden sicher ausschließen zu können.


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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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