Wir haben ein Reihenendhaus aus dem Jahre 1978. Der Energieverbrauchsausweis weist einen Primärenergiebedarf von 153 kWh m²/a aus. Im letzten Jahr haben wir 1.800 Liter Öl zum heizen und für Warmwasser verbraucht. Damit kommen wir auf einen Energiebedarf zum Heizen von 10.000 - 12.000 kWh.
Das Dach muss erneuert werden. Schlafzimmer, zwei Kinderzimmer und der Wohndachboden haben Dachschrägen, sodass es im Sommer ziemlich warm wird.
Mittelfristig wollen wir deshalb die Ölheizung durch Klimaanlagen ersetzen. Wir stehen nun vor der Frage der richtigen Dämmung für das Dach. Unser Wärmebedarf ist nicht sonderlich hoch.
Würde es sich lohnen, eine Befreiung von der Dämmpflicht zu beantragen? Wäre es alternativ evtl. sogar besser, eine Förderung zur Dämmung mitzunehmen, obwohl unser Wärmebedarf nicht so hoch ist? Eine solch dicke Dämmung, dass wir eine KfW-Förderung bekommen, wird sich nicht lohnen. Aber wie sieht es mit der BAFA-Förderung aus? Wir wohnen in Hamburg, sodass eventuell auch eine IFB-Förderung in Kombination möglich wäre. Lassen sich diese Fragen so ohne weiteren Kontext beantworten oder sollten wir uns einen Energieberater suchen?
Bei Reihenhäusern ist der Energiebedarf durch „fehlende“ Außenwände grundsätzlich etwas geringer, was ein großer Vorteil der Bauweise ist. Möchten Sie in Zukunft die Ölheizung durch eine Wärmepumpe bzw. durch einzelne Klimaanlagen (besser: Multi-Splitanlage) ersetzen, profitieren Sie von einer stärkeren Dachdämmung. Denn diese schützt im Sommer vor Hitze und im Winter vor Kälte. Die Klimaanlage muss dadurch in jeder Saison weniger leisten und arbeitet sparsamer.
Eine Befreiung von der Dämmpflicht ist eigentlich nicht erforderlich. Denn ohne Maßnahmen am Dach gibt es hier auch keine Vorgaben. Die Förderung der Dachdämmung kann sich hingegen rentieren, da Sie dadurch Zuschüsse in Höhe von 15 bis 20 Prozent der Kosten erhalten. Das entspricht oft in etwa den Mehrkosten der besseren Dämmung.
Ob sich die Maßnahme in Ihrem konkreten Fall wirtschaftlich ist, lässt sich ohne Kenntnis vom Gebäude leider nicht beurteilen. Aus diesem Grund empfehlen wir Ihnen dazu die Beratung durch einen Energieberater aus Ihrer Region. Diesen benötigen Sie ohnehin, wenn Sie Fördermittel für die Dachdämmung beantragen möchten. Übrigens: Zuschüsse bekommen Sie nicht nur für Arbeiten am Dach. Auch für die Klimaanlagen bekommen Sie eine Förderung - konkret gibt es hier die Förderung für Wärmepumpen.
Wie Sie die Mittel richtig beantragen, erklären wir im Beitrag "BAFA-Förderung richtig beantragen - so geht's" sowie in unserem Ratgeber zum Thema "KfW-Heizungsförderung richtig beantragen - so geht's". Benötigen Sie Unterstützung? Dann empfehlen wir Ihnen eine Online-Energieberatung mit unseren Energie-Effizienz- und Förder-Experten. Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für die Sanierung.