Ich plane die Renovierung eines freistehenden Einfamilienhauses aus dem Jahr 1968 mit 1,5 Geschossen und einer Fassadenfläche von ca. 180 m². Geplant sind ein neues Dach 16 cm, neue Fenster 3-Fach und eine neue Heizung (WP). Durch die neuen Fenster stellt sich die Frage, ob die alten Rollladenkästen auf die Fassade kommen oder ob die alten saniert (gedämmt und weiterhin genutzt) werden.
Da die Fassade durch Efeubewuchs und altersbedingte Putzabplatzungen ohnehin Ausbesserungen erfordert, frage ich mich, ob es nicht sinnvoll wäre, die Fassade direkt zu dämmen und den Einbau der Fenster sowie die Auswahl der Wärmepumpe daran anzupassen.
Der Energieberater gibt Investitionskosten von 59.000 Euro an, das erste Angebot liegt bei 45.000 bis 50.000 Euro. Anschließend stellt sich die Frage nach einer Lüftungsanlage im Haus, welche der Installateur empfohlen hat.
Ungedämmte Rollladenkästen sind oft eine Wärmebrücke, durch die viel Wärme nach außen gelangt. Tauschen Sie die Fenster aus, lohnt sich dabei eine Sanierung. Aus energetischer Sicht sind Kästen auf der Fassade dabei am günstigsten. Denn auf diese Weise unterbrechen sie die wärmedämmende Hülle nicht. Welche Lösung in Ihrem Fall günstiger ist, lässt sich aus der Ferne allerdings nicht fundiert beurteilen. Das hängt von der Qualität der bestehenden Rollladenkästen sowie von der Möglichkeit, diese zu sanieren, ab. Ein Energieberater aus Ihrer Region sollte hier eine fundierte Aussage treffen können.
Die Fassadendämmung ist meist eine sinnvolle Maßnahme, wenn ohnehin Arbeiten an der Fassade erforderlich sind. In Ihrem Fall lohnt es sich, die Maßnahme zuerst durchzuführen. Auf diese Weise besteht eine geringere Gefahr von Feuchteschäden durch die neuen Fenster und die Heizung lässt sich kleiner auswählen.
Eine Lüftungsanlage sorgt im dichten Gebäude für den nötigen Luftwechsel. Sie spart dank Wärmerückgewinnung Energiekosten, geht aber auch mit höheren Anschaffungs- und Verbrauchskosten einher.
Wichtig zu wissen: Fundierte Aussagen zur Wirtschaftlichkeit können wir aus der Ferne leider nicht geben. Diese bekommen Sie nur von einem Energieberater aus Ihrer Region, der Kosten sowie Einsparungen ganzheitlich bewertet. Nur auf dieser Basis ist eine fundierte Entscheidung möglich.
Benötigen Sie Unterstützung? Dann empfehlen wir Ihnen eine Online-Energieberatung mit unseren Energie-Effizienz- und Förder-Experten. Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen Sie kostenfrei und unverbindlich über unser Online-Angebotstool für die Sanierung.
Übrigens: Wie Sie die Fördermittel richtig beantragen, erklären wir in den Beiträgen "BAFA-Förderung richtig beantragen - so geht's" und "KfW-Heizungsförderung richtig beantragen - so geht's".