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Expertenrat

Wie kann ich eine solarelektrische Warmwasserbereitung in meinem Haus realisieren?

Frage von Klaus  P. am 25.02.2023 

Ich möchte einen 250 Liter Warmwasserspeicher mit einem Heizstab über eine PV-Anlage erwärmen. Es ist ein 3-Personen-Haushalt. Welchen Heizstab brauche ich, wie groß soll die PV-Anlage sein? Ist es sinnvoll, auch nachts den Heizstab über einen PV-Batteriespeicher zu betreiben? Wenn ja, kann man am Tag den PV-Batteriespeicher aufladen und gleichzeitig den Heizstab betreiben? Gibt es eine Förderung für die Anlage? Welche Alternativen gibt es noch?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Elektroheizstäbe haben in der Regel eine Leistung von ca. drei Kilowatt. Damit dauert es etwas weniger als vier Stunden, um den Warmwasserspeicher von 10 Grad Celsius Kaltwassertemperatur auf 50 Grad Celsius Warmwassertemperatur aufzuheizen. Der durchschnittliche Warmwasserbedarf liegt bei 40 bis 50 Litern pro Tag und Person. Bei drei Personen im Haushalt reicht der Speicher damit für etwa 1,5 bis 2 Tage. Mit der am Tag geernteten Energie sollten Sie also bis zum nächsten Tag warmes Wasser vorrätig haben, ohne den Heizstab in der Nacht zu benötigen.

Das gilt jedoch nur für den Sommer. Fallen die Sonnenstunden im Winter niedriger aus, liefert die Photovoltaik weniger Energie und die Warmwasserbereitung erfolgt überwiegend elektrisch. Auch eine sehr stark überdimensionierte Photovoltaikanlage kann das in der Regel kaum ausgleichen. Ohne weitere Kenntnis vom Gebäude ist eine fundierte Aussage zur Größe der Anlage leider nicht möglich. Wir empfehlen Ihnen daher unseren kostenfreien Solar-Rechner. Üblich sind etwa 5 bis 8 kWp, um den Warmwasser- und Haushaltsstrombedarf zumindest bilanziell abdecken zu können.

Entscheiden Sie sich für eine Photovoltaikanlage, ist die Kombination mit einem Speicher in der Regel zu empfehlen. Denn auch unabhängig von der Warmwasserbereitung versorgt dieser Verbraucher im Haus mit elektrischer Energie, wenn die Sonne nicht mehr scheint. Sie steigern auf diese Weise Ihre Eigenverbrauchsrate, müssen weniger Strom aus dem öffentlichen Netz zukaufen und sparen Geld.

Zur Förderung der Photovoltaik stehen aktuell leider nur regionale Angebote zur Verfügung. Deutschlandweit können Sie über das KfW-Programm 270 zur Photovoltaik-Förderung jedoch einen zinsgünstigen Kredit beantragen.

Neben der Heizpatrone können Sie Warmwasser auch mit einer Warmwasser-Wärmepumpe bereiten. Diese arbeitet auch mit Strom der Photovoltaikanlage. Anders als ein Heizstab wandelt sie jedoch jede Kilowattstunde elektrische Energie in zwei bis drei Kilowattstunden Wärme um. Sie nutzen das solare Energieangebot damit also besser aus.

Eine zweite Alternative ist die Installation einer Solarthermieanlage für Warmwasser. Diese ist im Vergleich zur Photovoltaik günstiger und effizienter, wodurch eine geringere Dachfläche ausreicht. Genügt die solare Strahlungsenergie einmal nicht, können Sie den offenen Warmwasserwärmebedarf mit der Zentralheizung decken. Gas und Öl sind dabei in aller Regel günstiger als Strom aus dem Netz. Außerdem bekommen Sie eine attraktive Zuschuss-Förderung für die Solarthermie. Laden Sie sich unsere Anleitung zur Förderung für die Solarthermie herunter - da werden in einem interaktiven eBook alle Förderalternativen beschrieben und Schritt für Schritt der Weg zur maximalen Förderung aufgezeigt.

Aus der Ferne ist es nicht ohne Weiteres möglich, eines der genannten Systeme zu empfehlen. Aus diesem Grund empfehlen wir unser Ticket für eine kostenfreie Online-Beratung. Mit unserem Beratungs-Ticket buchen Sie ein Online-Meeting mit einem Energieeffizienz- und Förder-Experten, in dem all Ihre Fragen rund um die Sanierung Ihres Hauses und die weitere Vorgehensweise ausführlich besprochen werden. Damit kann Schritt für Schritt Ihre individuelle Sanierung perfekt durchgeplant werden.

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Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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