Im Gegensatz zum Unterputz ist der Oberputz in der Regel ein Dünnschichtputz. Ausnahme ist nur der so genannte Edelkratzputz, der im Vergleich zu anderen Oberputzen dickschichtig aufgetragen wird. Der Oberputz soll eine dekorative, optische und Struktur gebende Funktion erfüllen und muss gleichzeitig bauphysikalischen Anforderungen entsprechen. So muss er als Witterungsschutz der Fassade gegenüber physikalischen, chemischen und biologischen Angriffen resistent sein und den darunter liegenden Unterputz sowie den Putzträger (in der Regel das Mauerwerk) schützen.
Die Eigenschaften eines Oberputzes hängen im Wesentlichen von seinem Bindemittel ab. Das Bindemittel bestimmt die Härte und Festigkeit, die Diffusionsfähigkeit und die Witterungsbeständigkeit, die Elastizität und Rissüberbrückung, den pH-Wert und die Farbtonstabilität sowie letztendlich auch, welcher Putz sich für den jeweiligen Untergrund der Fassade eignet. Es gibt organisch gebundene und mineralische (anorganische) Oberputze in weiß und getönt sowie in verschiedenen Korngrößen und Putzstrukturen.
Silikon-, Kunstharz oder mineralischer Putz?
Zu den organisch gebundenen Oberputzen gehören die Kunstharz- und Siliconharzputze. Kunstharzputze sind in ihrer Druck- und/ oder Zugfestigkeit nicht schlechter als ein mineralischer Oberputz. Ihr großer Vorteil ist die Elastizität und große Farbtonauswahl sowie Wasserabweisung, dafür muss die Wasserdampfdiffusionsfähigkeit schlechter eingestuft werden. Siliconharzputze bestehen aus einer Dispersion und einem Siliconharz, wobei es zwischen den Herstellern große Unterschiede gibt. Siliconharzputze besitzen eine hohe Wasserabweisung und sind dennoch diffusionsoffen. Ihre Farbtonauswahl ist gegenüber den Kunstharzputzen etwas eingeschränkt, in der Regel aber immer noch etwas umfangreicher als bei den Mineral- und Silikatputzen. Ein organisch gebundener Putz trocknet rein physikalisch, in dem die im Wasser befindlichen Dispersionsteilchen bei der Verdunstung des Wassers langsam zusammen fließen. Die Kalk-, Kalkzement- oder Silikatputze werden den mineralischen Oberputzen zugeordnet. In ihrem Diffusionsverhalten (Durchlässigkeit für Wasserdampf) sind Mineral- und Silikatputze unerreicht. Dafür sind sie kaum elastisch und können nur eingeschränkt eingefärbt werden. Mineralische Oberputze binden durch chemische Härtung ab. Bei den Silikatputzen dagegen findet eine physikalische Trocknung (Dispersionsanteil) und chemische Härtung (Wasserglas, Silikat) statt.
Putz-Struktur für die Gestaltung der Fassade
Putzstrukturen werden als Kratz- oder Scheibenputz, Rillen- oder Reibeputz, Modellier-, Waschel- oder Landhausputz angeboten, wobei es für diese Putzstrukturen regional und je nach Hersteller verschiedene Bezeichnungen gibt (wie zum Beispiel Vollabrieb, Münchener Rauputz, Kellenputz usw.). Daneben gibt es auch Oberputz, der gefilzt oder geglättet werden kann.
Was ist der ideale Putz für meine Fassade?
Bauphysikalisch betrachtet gibt es keinen idealen Oberputz, weil jedes Haus seine individuellen Anforderungen hat. Generell gilt, dass Oberputze auf Grund der thermischen und hygrischen Wechselwirkungen eine hohe Wasserabweisung haben und dennoch ausreichend wasserdampfdiffusionsoffen sein müssen, eine gewisse Elastizität besitzen müssen und dennoch keine Eigenspannung aufbauen dürfen.
Aufgrund der zunehmenden Umweltbelastung muss der Oberputz auch gegen mikrobiellen Befall resistent sein. Hoch alkalische Putze wie Kalk-Zementputze oder Silikatputze erreichen dies aufgrund ihres hohen pH-Wertes, ein organisch gebundener Oberputz muss dagegen biozid ausgerüstet werden.
Darüber hinaus unterscheiden sich organisch gebundene und mineralische (anorganische) Oberputze in ihrer Farbtonauswahl und -stabilität (Fleckenbildung, Ausblühungen, Hellbezugswert, intensive Farbtöne).
Tabelle: Wesentliche Eigenschaften der verschiedenen Oberputze
Weiterlesen im Thema:
Ob ein Anschluss technisch möglich ist, hängt von den vor Ort verlegten Leitungen ab. Decken diese die Leistung ab, können Sie theoretisch ...
Antwort lesen »Bei einer Dämmstärke von 5 cm verbessern Sie den Wärmeschutz bereits. Wie stark der Effekt auffallen wird, lässt sich ohne Kenntnis vom ...
Antwort lesen »Wohnen Sie nicht selbst im Haus, können Sie die Basisförderung und optional den Effizienzbonus zur Förderung der Wärmepumpe beantragen. Die ...
Antwort lesen »Hier empfehlen wir den Kontakt zu einem Ofenbauer aus Ihrer Region. Ansprechpartner und Angebote von Handwerkern aus Ihrer Region bekommen ...
Antwort lesen »Geht es um die neue E-Auto-Förderung, bekommen Sie den Zuschuss für ein ab dem 01. Januar 2026 neu auf Sie zugelassenes Elektroauto, ...
Antwort lesen »Ohne das Gebäude zu kennen, ist eine Empfehlung hier nicht möglich. Aus diesem Grund raten wir, Kontakt zu einem Energieberater aus Ihrer ...
Antwort lesen »Ja, wir informieren darüber auf der Seite "Förderung für die barrierefreie Badsanierung". Darüber hinaus finden Sie aktuelle Angaben zum ...
Antwort lesen »Ja, das ist leider nötig. Zunächst können Sie einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellen lassen. Dieser enthält konkrete ...
Antwort lesen »Das ist grundsätzlich möglich. Es gibt Aerogel-Platten, die für den Einsatz auf der Fassade geeignet sind. Sie weisen eine sehr geringe ...
Antwort lesen »Energetisch am günstigsten ist es, die Rollläden außen auf die Dämmung zu setzen. Auch wenn das optisch nicht die eleganteste Lösung ...
Antwort lesen »Sie können hier die Heizungsförderung für ein Haus mit zwei Wohneinheiten beantragen und insgesamt Kosten von 30 000 plus 15 000 Euro bei ...
Antwort lesen »Laut KfW-Informationen gilt Folgendes: "Als anteilige förderfähige Kosten kann maximal der Förderhöchstbetrag für die vorliegende ...
Antwort lesen »Auch in Ihrem Fall können Sie aller Voraussicht nach ohne die Hinterlüftung arbeiten. Ohne Verbindung nach draußen wäre die Funktion ...
Antwort lesen »Geht es um die Förderung der Heizung, können Sie den Handwerker einfach wechseln. Wichtig ist, dass der neue die Sanierung entsprechend den ...
Antwort lesen »Ja, sofern die neue Heizung die Vorgaben der Fördergeber erfüllt, können Sie Fördermittel für die Wärmepumpe beantragen. Im Beitrag ...
Antwort lesen »Sie können die Förderung der Heizung einfach online über das KfW-Portal beantragen – das funktioniert auch bei Arbeiten in Eigenleistung. ...
Antwort lesen »Da Sie selbst nicht Eigentümer sind, können Sie technische Maßnahmen wie eine Ertüchtigung oder den Austausch der Fenster leider nicht ...
Antwort lesen »Ohne Angaben zum Gebäude können wir aus der Ferne leider nicht einschätzen, ob die Heizung zu viel verbraucht. Geht es um ein intaktes, ...
Antwort lesen »Grundsätzlich können Sie Fördermittel beantragen, wenn Sie durch die Ertüchtigung einen U-Wert von 1,3 W/m²K erreichen. Bei der Umsetzung ...
Antwort lesen »In diesem Fall wäre die Dämmung der Geschossdecke die förderbare Maßnahme. Sie müssten hier also einen U-Wert von 0,14 W/m²K erreichen. ...
Antwort lesen »Geht es um Maßnahmen am Gebäude und nicht um die Förderung der Heizung, können Sie den Förderantrag selbst bzw. zusammen mit einem ...
Antwort lesen »Geht es um die Vorgaben, beantragen Sie Fördermittel für die einzelnen Wärmepumpen. Anzugeben ist daher immer die jeweilige Leistung. Zu ...
Antwort lesen »Das ist möglich, allerdings nicht ohne Weiteres außen auf Holz oder Klinker. Sie müssten den Luftspalt dazu entweder komplett füllen, ...
Antwort lesen »Bei der Förderung einer ganzheitlichen Sanierung gibt es keine einzelnen Bauteilvorgaben. Hier ist es wichtig, den geforderten ...
Antwort lesen »Bekommen Sie einen neuen Zähler, können Sie für diesen einen neuen Vertrag abschließen. Der alte Vertrag bleibt bestehen – hier können Sie ...
Antwort lesen »Nach Rücksprache mit der KfW ist für jede Rente, die Sie beziehen, eine entsprechende Bescheinigung nach § 22 Nummer 5 Satz 7 ...
Antwort lesen »Um eine Förderung für die Fassadendämmung (Innendämmung) zu erhalten, müssten Sie einen U-Wert von 0,20 W/m²K erreichen. Ausnahmen bestehen ...
Antwort lesen »Tauschen Sie eine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe aus, bekommen Sie einen Zuschuss über das Programm 458 der KfW. Erhältlich sind 30 ...
Antwort lesen »Das beschriebene Bild ist normal und in aller Regel unbedenklich. Denn auch durch die Dachdämmung gelangt Wärme nach außen. Die Oberfläche ...
Antwort lesen »Sofern ein Eigentümer eine Wohnung im Ein- oder Zweifamilienhaus schon am 01. Februar 2002 selbst bewohnt hat, gelten Ausnahmen von den ...
Antwort lesen »Finden Sie Energieberater, Handwerker und Sachverständige vor Ort