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29.07.2026
 

E-Auto im Mehrfamilienhaus laden - zwei mögliche Lösungen

Vorgaben zur netzorientierten Steuerung nach § 14a EnWG umsetzen

Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner von Mehrfamilienhäusern möchten ihr Elektroauto direkt am eigenen Stellplatz laden. Mit der aktuellen Förderung der Bundesregierung für Ladeinfrastruktur rückt dieses Ziel in greifbare Nähe – gleichzeitig stellen die gesetzlichen Anforderungen viele Beteiligte vor praktische Herausforderungen. Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE FNN) zeigt erstmals zwei Lösungen auf.

Grafik Ladeinfrastruktur im MFH
Das Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE FNN) beschreibt zwei Lösungen, wie die Vorgaben zur netzorientierten Steuerung nach § 14a EnWG im MFH umgesetzt werden könnenFoto: VDE FNN

§ 14a EnWG verpflichtet Netzbetreiber, in seltenen Fällen bei hoher Netzauslastung den Stromverbrauch leistungsstarker Anlagen – etwa von Wallboxen – kurzfristig zu reduzieren, um das Stromnetz auch in Engpasssituationen stabil zu halten. Netzkunden profitieren dabei von reduzierten Netzentgelten und einem weiterhin zuverlässigen Stromnetz. VDE FNN zeigt erstmals zwei Lösungen auf, mit denen sich die Vorgaben zur sogenannten netzorientierten Steuerung nach § 14a EnWG auch in Mehrparteienhäusern konkret umsetzen lassen. So können noch mehr Mieter und Wohnungseigentümer ihr E-Auto zu Hause laden. Es entstehen deutlich mehr Ladepunkte, die in das gebäudeeigene Energiekonzept integriert und gesetzeskonform genutzt werden können. Mit der Beschreibung der beiden Konzepte wird es einfacher, Ladeeinrichtungen in Mehrfamilienhäusern zu planen und zu betreiben.

Favorit ist das Modell "Teamwork"
Vorgestellt werden zwei Lösungen zur Steuerung von Ladeeinrichtungen in Mehrparteienhäusern, die Veröffentlichung beschreibt die Umsetzung. Dabei gibt VDE FNN eine klare Empfehlung: 

Bei der Lösung "Teamwork" werden alle Ladepunkte über ein Energie-Management-System (EMS) angeschlossen. Für Bewohnerinnen und Bewohner bietet diese Lösung mehr Vorteile: Durch das Energie-Management-System wird der gemeinsame Netzanschluss optimal ausgenutzt. Die Bewohner können die zur Verfügung stehende Leistung nach ihren Kriterien automatisch managen lassen und somit optimal nutzen. Neue Ladepunkte oder weitere steuerbare Geräte lassen sich leicht ergänzen. Die Lösung "Teamwork" ermöglicht eine gemeinsame, optimale Nutzung des Netzanschlusses in Mehrparteienhäusern – genau das, was viele gerade nachfragen. Damit wird der bestehende Netzanschluss effizient genutzt.

Alternativ ist die Steuerung nach dem Motto "jeder macht seins" möglich. Dabei können die Betreiber der jeweiligen Wallbox unabhängig voneinander ihre steuerbare Verbrauchseinrichtung selbst verwalten. Im Fall einer netzorientierten Steuerungsmaßnahme kann die verfügbare Leistung jedoch nicht frei aufgeteilt werden. Wichtig: Es können sehr hohe Leistungen auf den Hausanschluss wirken. Deshalb müssen Planer und Installateure die Elektroinstallation im Gebäude entsprechend auslegen!


Eine ausführliche Beschreibung beider Lösungen und Tipps für Planung und Aufbau der Ladeinfrastruktur gibt es hier zum Download.

--> Weiterlesen
: Förderung für Ladestationen im MFH

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Quelle: VDE FNN
 
 

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