09.10.2019
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Alternativen für die Ölheizung

Gasheizung, Wärmepumpe und Pelletheizung stehen als Ersatz bereit

In rund 30 Prozent der Gebäude wird mit einer Ölheizung geheizt. Steht diese zur Erneuerung an, stellt sich inzwischen auch deutlich die Frage nach einem anderen Energieträger. Ob aus Kostengründen, Klimaschutzgründen oder aufgrund des bevorstehenden Verbots für neue Ölheizungen - viele Hausbesitzer sind auf der Suche nach einer Alternative für ihre alte Ölheizung. Doch welche Heiztechnik kommt in Frage? Ein Überblick.

Einbau neue HeizungBild größer anzeigen
Beratung ist das A und O, wenn es um eine passende Alternative zur Ölheizung gehtFoto: ZVSHK

Gasheizung statt Ölheizung
Rund 2,7 Millionen Gebäude mit einer Ölheizung liegen in einem Gebiet, das mit einer Gasleitung oder einem Fernwärmenetz verbunden ist. Das macht die Planung und Entscheidung leichter: Seit 2009 haben mehr als 80 Prozent zu einem gasbetriebenen Heizungssystem gewechselt, das heißt in rund 275.000 Gebäuden wurden Ölheizungen auf Erdgas umgestellt. Wie der Wechsel von der Ölheizung zur Gasheizung funktioniert, haben wir hier Schritt für Schritt beschrieben.

Nun ist ja aber so, dass auch Erdgas ein fossiler Brennstoff ist und die Heizung der Zukunft uns möglichst klimaneutral wärmen soll. Welche Heiztechnik kommt also alternativ noch in Frage?

Pelletheizung statt Ölheizung
Eine Alternative zur Ölheizung ist die Pelletheizung. Sie kann als Zentralheizung ein Ein- oder Zweifamilienhaus genauso verlässlich mit Wärme versorgen, der Öltank wird als Pelletlager umgerüstet. Auch eine weitere Einbindung erneuerbarer Energien wie Solarthermie und Photovoltaik ist unkompliziert möglich.

Wärmepumpe statt Ölheizung

Je nach Variante arbeitet die Wärmepumpe mit Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erdreich. Soll eine Wärmepumpe die Ölheizung ersetzen, sollten sich Hausbesitzer ausführlich beraten lassen. Am einfachsten funktioniert der Umstieg, wenn schon eine Flächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) vorhanden ist und vorherige Sanierungsmaßnahmen den Wärmebedarf gesenkt haben. Möglich ist auch ein Umstieg Schritt für Schritt: Dabei wird die Ölheizung zunächst in Kombination mit einer Wärmepumpe als Hybridheizung betrieben. Auch weitere erneuerbare Energien wie Solarthermie und Photovoltaik können integriert werden.

Hybridheizung für schrittweise Ausmusterung der Ölheizung
Was aber, wenn die Ölheizung (noch) alternativlos für die verlässliche Wärmeversorgung im eigenen Haus ist? Dann bietet sich eine Hybridheizung an! Solarthermie ist dafür schon lange ein erprobter Klassiker, mit dem der Heizölverbrauch erheblich gesenkt werden kann. Alternativ findet sich auch für die Photovoltaik-Anlage und/oder einen wasserführenden Kaminofen ein Plätzchen im Heizsystem.

Fazit: "One fits all" funktioniert beim Austausch der Ölheizung leider nicht. Zu verschieden sind Gebäude, baulicher Zustand, Heizgewohnheiten und regionale Voraussetzungen, als dass es die eine Lösung gäbe. Was Hausbesitzer tun können: Das Thema rechtzeitig angehen und nicht warten, bis die alte Heizung den Geist aufgibt. Wer sich gründlich informiert, unabhängig beraten lässt und die Eckdaten zu Gebäude, Heizsystem und Nutzungsgewohnheiten kennt, findet auch eine effiziente und klimafreundliche Alternative zur Ölheizung. Die Kosten des Umstiegs lassen sich durch Förderung mindern, auch hier zahlt sich rechtzeitiges Informieren aus.

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Quelle: Energie-Fachberater.de / BDEW
 

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