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09.02.2021

Förderung für die Scheitholzheizung - Zuschuss oder Förderkredit

Emissionsarme Holzheizungen erhalten zusätzlichen Bonus

Scheitholzvergaserkessel - auch Scheitholzheizung genannt - gehören zu den Biomasseheizungen. Die Wärme für Heizung und Warmwasser wird komplett aus erneuerbaren Energien gewonnen, deshalb wird das Heizen mit Holz mit einer Förderung unterstützt: Möglich ist ein Zuschuss vom BAFA sowie ein Förderkredit von der KfW. Alternativ steht der Steuerbonus zur Verfügung. Alle Infos und Details zur Förderung für Scheitholzheizungen.

Brennholz - Holzstapel
Emissionsarme Scheitholzvergaserkessel werden großzügig gefördert. Die Wärme für Heizung und Warmwasser wird aus erneuerbaren Energien gewonnenFoto: energie-fachberater.de

1. BAFA-Zuschuss für das Heizen mit Scheitholz und Kombikessel
Für Scheitholzvergaser-kessel und Kombikessel (Scheitholz, Hackschnitzel, Pellets, Holzreste) kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Zuschuss in Höhe von 35 Prozent der förderfähigen Kosten beantragt werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Bonus-Zahlungen:

  • Bei besonders emmisionsarmen Biomasseanlagen erhöht sich der Zuschuss um 5 Prozentpunkte = Innovationsbonus Biomasse.
  • 10 Prozent mehr Förderung gibt es, wenn eine alte Ölheizung ersetzt wird = Austauschprämie für Ölheizungen.
  • Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme aus dem individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich = iSFP-Bonus.

Wer alle Bonus-Bedingungen erfüllt, kann insgesamt auf eine Zuschuss-Förderung in Höhe von 55 Prozent der förderfähigen Kosten kommen!

Förderfähige Kosten sind neben den Anschaffungskosten für die Scheitholzheizung auch die Kosten für "notwendige Umfeldmaßnahmen" wie Planung, Pufferspeicher, Schornstein, Pumpen, Heizkörper, Installationsaufwand/Inbetriebnahme, Ausbau von Altanlagen sowie Saugsysteme, Förderschneckensysteme, Federblattrührwerke und Schubbodenaustragungen.


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Diese Voraussetzungen gelten für die Förderung von Scheitholzheizungen:

  • Der "jahreszeitbedingte Raumheizungsnutzungsgrad" ƞs (= ETAs) gemäß Öko-Design-Richtlinie förderfähiger Biomasseanlagen muss bei durchschnittlichen Klimaverhältnissen mindestens 78 % erreichen.
  • Alternativer Nachweis für Anträge bis 31.12.2022: Der Kesselwirkungsgrad muss mindestens 90 % betragen.
  • Einhaltung der Emissionsgrenzwerte: Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach § 3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden), staubförmige Emissionen: 15 mg/m³; bei Innovationsbonus Biomasse 2,5 mg/m3
  • Leistungs- und Feuerungsregelung (mit Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde zur Messung des O2-Gehalts im Abgasrohr oder gleichwertigen Sensoren) 
  • Pufferspeicher-Volumen von mindestens 55 Liter je kW Nennwärmeleistung 
  • Geprüft durch ein gemäß ISO 17025 akkreditiertes Prüfinstitut nach EN 303-5
  • hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

Voraussetzungen für die Förderung von Kombikesseln

  • automatische Beschickung
  • Leistungs- u. Feuerungsregelung sowie automatische Zündung für den automatisch beschickten Anlagenteil
  • Leistungs- und Feuerungsregelung (mit Temperaturfühler hinter der Verbrennungskammer und/oder Lambdasonde zur Messung des O2-Gehalts im Abgasrohr oder gleichwertigen Sensoren)
  • Pufferspeicher-Volumen von mindestens 55 Liter je kW Nennwärmeleistung

Eine Liste der förderfähigen Scheitholzheizungen und Kombikessel finden Sie hier.


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Wie wird der BAFA-Zuschuss für Scheitholzvergaserkessel beantragt?
Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor der Auftragsvergabe online beim BAFA gestellt werden! Für die Antragstellung wird ein detaillierter Kostenvoranschlag benötigt. Da die im Antrag angegebenen Kosten später nicht erhöht werden können, sollten Eigentümer darauf achten, dass das Angebot alle nötigen Positionen und Arbeiten enthält.

2. KfW-Förderung zur Finanzierung von Scheitholzheizungen und Kombikesseln
Wer den Umstieg auf eine Holzheizung nicht aus Eigenmitteln finanzieren kann, erhält zusätzlich zum BAFA-Zuschuss einen zinsgünstigen Kredit im KfW-Programm 167 "Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit". Bis zu 50.000 Euro Kredit pro Wohneinheit gibt es hier für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien. Das Programm kann mit der BAFA-Förderung kombiniert werden, allerdings darf die Summe aus Kredit und Zuschuss die Gesamtkosten nicht übersteigen. Auch die KfW-Förderung muss vor der Installation der Scheitholzheizung beantragt werden! Die technischen Mindestanforderungen sind die gleichen wie beim BAFA-Zuschuss.

Hinweis: Mitte 2021 ändert sich die Förderung der KfW. Hier finden Sie einen Überblick zur Bundesförderung für effiziente Gebäude.

3. Alternative zur Förderung: Steuerbonus für Scheitholzvergaserkessel und Kombikessel
Wer die Förderung von KfW oder BAFA nicht in Anspruch nehmen möchte, kann die Kosten für die neue Scheitholzheizung von der Steuer absetzen. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer entsprechend reduziert, was bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Es müssen die gleichen technischen Mindestanforderungen wie bei BAFA und KfW erfüllt werden, die fachgerechte Umsetzung muss ein Fachbetrieb bescheinigen. Da der BAFA-Zuschuss deutlich höher ist als der Steuerbonus, lohnt sich diese Variante in der Regel nur, wenn Eigentümer vergessen haben, den Antrag auf Förderung rechtzeitig zu stellen und eine ausreichend hohe Steuerschuld vorhanden ist.

Wichtig: Hausbesitzer können entweder die Förderung oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich.

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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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