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KfW-Förderung für die kontrollierte Wohnungslüftung

Lüftungsanlage wird gefördert mit Kredit und Zuschuss

Die kontrollierte Wohnungslüftung hat sich als fester Bestandteil bei energetischen Sanierungen etabliert. Deshalb hat die KfW auch eine Förderung für Lüftungsanlagen im Programm. Hausbesitzer können zwischen Zuschuss und Förderkredit wählen, alternativ kommt der Steuerbonus in Frage. Alle Infos und Details zur Förderung für die Lüftung.
Haus aus Fünfzig-Euro-ScheinenBild größer anzeigen
Im Rahmen des KfW-Programms Energieeffizient Sanieren ist die kontrollierte Wohnungslüftung für Ein- und Zweifamilienhäuser als Einzelmaßnahme förderfähigFoto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar

Im Rahmen des KfW-Programms "Energieeffizient Sanieren" ist die kontrollierte Wohnungslüftung für Ein- und Zweifamilienhäuser als Einzelmaßnahme förderfähig. Voraussetzung für die Förderung ist, dass der Bauantrag oder die Bauanzeige für das Gebäude vor dem 01.02.2002 gestellt wurde. Hausbesitzer haben die Wahl zwischen einem zinsgünstigen Darlehen und einem Zuschuss. Förderfähig sind zentrale, dezentrale oder raumweise Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, bedarfsgeregelte Abluftsysteme sowie Kompaktgeräte mit Luft-/Luft-Wärmeüberträger und Abluftwärmepumpe. Die technischen Mindestanforderungen der KfW zu Wärmebereitstellungsgrad, spezifischer elektrischer Leistungsaufnahme und Jahresarbeitszahl müssen eingehalten werden.

Diese Förderprogramme der KfW gibt es für Lüftungsanlagen:

  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss (Programmnummer 430) - Zuschuss für Einzelmaßnahmen: Gefördert wird eine Lüftungsanlage mit einem Zuschuss in Höhe von 20 Prozent der Sanierungskosten, maximal 10.000 Euro pro Wohneinheit.
  • Energieeffizient Sanieren - Kredit für Einzelmaßnahmen (Programmnummer 152): Die Förderung über zinsgünstige Darlehen beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für einzelne Sanierungsmaßnahmen wie eine Lüftungsanlage Dazu kommt ein Tilgungszuschusses in Höhe von 20 Prozent der Kreditsumme (max. 10.000 Euro).
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus (Programmnummer 151): Aus diesem Programm erhalten Hausbesitzer zinsgünstige Darlehen für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Maximal sind es 120.000 Euro Kredit pro Wohneinheit plus ein attraktiver Tilgungszuschuss, der sich je nach erreichtem KfW-Effizienzhaus-Niveau auf bis zu 40 Prozent der Kreditsumme (maximal 48.000 Euro Tilgungszuschuss) beläuft.

Wichtig ist: Die Förderung der KfW muss immer vor der Sanierung beantragt werden. Pflicht ist dabei die Einbindung eines Sachverständigen aus der Liste der Energie-Effizienz-Experten. Er füllt alle Anträge aus und erstellt die nötigen Bescheinigungen.

Auf diese Punkte sollten Hausbesitzer beim Thema Lüftung besonders achten:

  • Eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kann nur dann effektiv und effizient arbeiten, wenn die Hülle des Hauses bei der Sanierung möglichst luftdicht ausgeführt wurde. Das muss für viele Förderprogramme auch durch einen Luftdichtheitstest (so genannter "Blower-Door-Test") nachgewiesen werden.
  • Ein weiterer Aspekt der Effizienz und damit auch der Kosteneinsparung ist die Elektroeffizienz, also das Verhältnis aus elektrischer Leistungsaufnahme der Lüftungsanlage zu der benötigten Luftmenge. Hier geben viele Förderprogramme spezifische Grenzwerte vor, entscheidend für den Erfolg ist hierbei die gute Planung des Luftkanalnetzes. 
  • Nicht zuletzt ist der Faktor der Wärmerückgewinnung von Bedeutung: Je mehr Energie aus der warmen Innenluft zurückgewonnen werden kann, desto besser. 
  • KfW-Förderung richtig beantragen

Steuerbonus als Alternative zur KfW-Förderung
Wer keine Förderung von der KfW möchte oder schlicht die frühzeitige Antragstellung vergessen hat, kann die Kosten für die Lüftungsanlage von der Steuer absetzen. Erstmals ist das in dem Jahr möglich, in dem die Lüftungsanlage installiert wurde. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was - je nach Steuerschuld - bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Ein Energieberater/Sachverständiger ist hierfür nicht verpflichtend, aber es müssen die gleichen technischen Mindestanforderungen wie bei der KfW-Förderung erfüllt werden! Die fachgerechte Umsetzung muss der Fachbetrieb bescheinigen.

Bitte beachten Sie:
Eigentümer können entweder die KfW-Förderung oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich!

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Quelle: Energie-Fachberater.de / KfW
 
 

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