13.01.2020
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Frist für alte Kamin- und Kachelöfen läuft Ende 2020 aus

Hausbesitzer müssen nachrüsten, austauschen oder stilllegen

Hausbesitzer müssen 2020 prüfen, ob ihr Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin auch noch künftig den gesetzlichen Anforderungen entspricht: Für Anlagen mit zu hohen Staub- und Kohlenmonoxidwerten, die zwischen 1985 und 1994 errichtet wurden, endet Ende dieses Jahres die vom Gesetzgeber eingeräumte Schonfrist. Sind die Emissionen zu hoch, dürfen die Altanlagen nach 2020 nicht weiter betrieben werden. Diese Möglichkeiten haben Hausbesitzer.

Kaminofen im ArbeitszimmerBild größer anzeigen
Bei vielen Ofen-Oldies rechnet sich eine Messung und Nachrüstung eines Partikelfilters nicht. Ein moderner Kaminofen reduziert die Emissionen und spart Brennstoff Foto: HKI

Wer eine ältere Feuerstätte für feste Brennstoffe betreibt, sollte bald handeln, sonst droht dem Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin Ende 2020 womöglich das Aus. Die 1. BImSchV (Erste Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes) legt nämlich fest, dass häusliche Einzelraum-Feuerstätten, deren Typprüfung vor 1995 erfolgte, nur dann weiter betrieben dürfen, wenn sie die darin festgelegten Grenzwerte für Kohlenmonoxid und Feinstaub einhalten. Der Staubgrenzwert liegt nun bei 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas, der Kohlenmonoxid-Grenzwert bei vier Gramm pro Kubikmeter.

Wie wird die Einhaltung der Grenzwerte nachgewiesen?
Der Nachweis, dass die Grenzwerte eingehalten werden, erfolgt durch eine Herstellerbescheinigung oder durch eine Messung des Schornsteinfegers. Das Jahr der Zulassung steht jeweils auf dem Typenschild; wer unsicher ist, kann auch seinen Schornsteinfeger zu Rate ziehen.

Kaminofen nachrüsten, austauschen oder stilllegen?
Werden die Emissionswerte nicht eingehalten, muss der Kaminofen, Kachelofen oder Heizkamin mit einem entsprechenden Filter nachgerüstet, gegen ein neues Gerät ausgetauscht – oder aber bis zum 31. Dezember 2020 stillgelegt werden. Weist die Feuerstätte zu hohe Staubemissionen auf, kann der Einbau eines Partikelfilters den Ausstoß unter die verlangte Schwelle senken. Ist der Ausstoß von Kohlenmonoxid zu hoch, hilft dagegen nur eine Stilllegung des alten Ofens. Hausbesitzer sollten rechtzeitig die Werte prüfen und die Kosten für Nachrüstung beziehungsweise Erneuerung vergleichen.

Hohe Kosten für Partikelfilter - bei Ü25-Öfen rechnet sich meistens neuer Ofen

Experten empfehlen, bei den über 25 Jahre alten Anlagen auf eine Emissionsmessung und eine mögliche Nachrüstung zu verzichten. Messung und Nachrüstung sind in vielen Fällen teurer als ein kompletter neuer Ofen. Messungen kosten 100 bis 300 Euro, Partikelfilter gegen Staub inklusive Einbau bis zu 1.500 Euro. Für diesen Betrag erhalten Hausbesitzer bereits ein neues Gerät mitsamt Installation.

Moderne Kamin- und Kachelofen reduzieren Emissionen und sparen Brennstoff

Die Verbrennungstechnik hat in den vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt. Moderne Kamin- und Kachelöfen reduzieren die Emissionen um bis zu 85 Prozent und den Holzverbrauch um rund ein Drittel. So sind Hausbesitzer mit einem neuen Ofen oder Heizeinsatz nicht nur bei den Emissionen, sondern auch bei den Heizkosten im grünen Bereich.

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Quelle: HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V. / Zukunft Altbau
 

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