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12.10.2020

Kosten steigen bei Ölheizung und Gasheizung durch CO2-Preis

Ab 2021 Kostenvorteil für erneuerbare Energien

Höhere Kosten für’s Tanken und warme Wohnräume: Ab 2021 verteuert der CO2-Preis Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas und trifft damit fast jeden Haushalt! Um die finanzielle Belastung abzufedern, helfen Energiesparen und Anbieterwechsel. Und wer jetzt die Heizung erneuert, sollte auch die CO2-Bepreisung im Hinterkopf behalten und bei der neue Heizung möglichst auf erneuerbare Energien setzen.

Heizkörper und ThermostatBild größer anzeigen
Wer mit einer Gasheizung oder Ölheizung heizt, muss wegen des CO2-Preises ab 2021 mit höheren Heizkosten rechnenFoto: Verbraucherzentrale NRW

An der Zapfsäule werden sich die Preiserhöhungen direkt ab Jahresbeginn bemerkbar machen. Auch beim Heizölkauf ist mit Aufschlägen zu rechnen, gleiches gilt für die Gaspreise. Wie hoch die Erhöhungeninsgesamt ausfallen, hängt von den Anbietern ab – sie entscheiden selbst, ob sie die gesamten Kosten der sogenannten CO2-Abgabe an die Kunden weitergeben. Für Eigentümer und Mieter gilt damit ab 2021: Heizkosten können wegen des CO2-Preises höher ausfallen.

Mit welchen Kosten müssen wir ab 2021 rechnen?
Die CO2-Abgabe beginnt bei 25 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß und steigt zunächst bis 2025 jährlich auf dann 55 Euro. Für eine Beispielfamilie im Einfamilienhaus mit Gasheizung und Benziner veranschlagt die Verbraucherzentrale NRW insgesamt rund 205 Euro CO2-Preis im nächsten Jahr. Vier Jahre später sind es schon 451 Euro.

So teuer wird das Heizen mit Ölheizung und Gasheizung:

Künftige Heizkosten mit Ölheizung und CO2-Preis
Heizöl verteuert sich 2021 um 7,9 Cent pro Liter. Ein Jahresbedarf von 2.000 Litern Heizöl wird ab 2021 mit etwa 158 Euro CO2-Preis belegt, vier Jahre später mit rund 350 Euro. Langfristig ist deshalb der Umstieg auf andere Energieträger zu empfehlen. Wärmepumpe, Pelletheizung und Solarthermie-Anlagen nutzen erneuerbare Energien. Für sie fällt die neue CO2-Abgabe nicht an und ihr Einbau wird staatlich stark gefördert. Auch für Wärmedämmung, die den Verbrauch spürbar senkt, gibt es Zuschüsse. Kurzfristig auszahlen können sich zudem kleinere Maßnahmen wie die Dämmung der Heizungsrohre oder die Nutzung programmierbarer Thermostate.

Künftige Heizkosten mit Gasheizung und CO2-Preis
Erdgas verteuert sich 2021 um 0,6 Cent pro Kilowattstunde. Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh ist im kommenden Jahr mit einem CO2-Preis von 120 Euro zu rechnen. Im Jahr 2025 liegt dieser bei 264 Euro. Ob Kunden allerdings wirklich entsprechend mehr zahlen müssen, hängt von der Preispolitik der Versorger ab. Diese müssen jede Erhöhung mit sechs Wochen Vorlauf ankündigen. Soll der Preis also zum Jahresbeginn steigen, muss das bis Mitte November geschehen. Kunden haben dann ein Sonderkündigungsrecht und sollten günstigere Alternativen prüfen.

Entlastung bei Strompreis und Förderung für Heizungstausch und Sanierung
Eine Entlastung für die höheren Heizkosten soll es unter anderem über eine Senkung des Strompreises geben. Die Absenkung des Strompreises soll auch den Wechsel zu strombasierten Alternativen wie Elektroautos oder Wärmepumpen finanziell attraktiver machen. Außerdem gibt es attraktive Fördermittel für klimafreundliche Heizungen und weitere Sanierungsmaßnahmen, die den Energieverbrauch senken. Wer aktuell eine neue Heizung benötigt, sollte unbedingt auf den Einsatz erneuerbarer Energien achten.

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Wie geht es weiter mit dem CO2-Preis und den Heizkosten?
Die CO2-Abgabe startet am 1. Januar 2020 mit 25 Euro pro Tonne CO2. Im Jahr 2026 geht der Festpreis in einen Preiskorridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 über. Eine Evaluation im Jahr 2025 wird ergeben, ob für die Folgejahre eine freie Preisbildung erfolgen wird.

 
 
 
Quelle: Verbraucherzentrale NRW / BMU
 
 

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