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17.02.2023
mehr zu Heizung
 

Sparsame Wärme: Was tut sich im Heizungskeller 2023?

Heizungsmodernisierung nimmt Fahrt auf

Sparsamkeit ist angesagt im Heizungskeller - Energie ist nach wie vor teuer und wird wohl auch nicht mehr so günstig wie vor der Energiekrise. Die Heiztechnik bestimmt künftig mit, wie bezahlbar die Heizsaison verläuft. Rekordzahlen bei den Förderanträgen zeigen es - alte Heizkessel werden zunehmend ausgetauscht. Doch viele Eigentümer fühlen sich nach wie vor überfordert: von der Entscheidung für eine zukunftsfähige Heizung, von hohen Preisen und komplizierter Förderung. Wir werden einen Blick auf die Lange im Heizungskeller 2023.

Smart Home: Heizung
Erneuerbare Energien sind die Zukunft im HeizungskellerFoto: Pixabay /geralt

Fast 600.000 Gasheizungen wurden 2022 verkauft - und das mitten in der Energiekrise! Während sich vor allem im ersten Halbjahr eine Unsicherheit bezüglich der Versorgungssicherheit und der Preisentwicklung bei Erdgas bemerkbar machte, haben viele Eigentümer:innen ihre Zweifel wohl inzwischen über Bord geworfen und setzen wieder auf die bewährte Technik.

Wobei hier zu differenzieren ist: Wohnungseigentümer in Mehrfamilienhäusern haben oft (noch) keine Alternative. Ob die Rechnung für Hauseigentümer:innen allerdings wirklich aufgeht, ist unklar. Denn das Heizen mit Erdgas wird nicht mehr so günstig werden wie zuvor. Im Gegenteil, es sind weitere Preissteigerungen zu erwarten. Die Erhöhung des CO2-Preises ist 2023 nur temporär ausgesetzt, künftig wird der Zuschlag auf fossile Energien wieder fällig und weiter ansteigen. Und wer aktuell eine neue Gasheizung einbauen lässt, um die geplante Pflicht von 65 Prozent erneuerbaren Energien bei der Heizung zu umgehen, trifft unter Umständen eine teure Entscheidung für viele Jahre.

Bei Auswahl der neuen Heizung auf Zukunftsfähigkeit achten
Mit einer neuen Heizung legen sich Eigentümer in der Regel für mindestens 20 Jahre fest. Die Weichen für die Zukunft wurden in der Energiekrise bereits gestellt: mehr erneuerbare Energien, weniger fossile. Das gilt auch im Bereich der heimischen Heizung! Der Vorteil: sinkende Preise und mehr Unabhängigkeit für jeden Einzelnen.

--> Zur Wahrheit gehört aber auch: Diese Vorteile sind aktuell leider kaum erkennbar! Inflation, Lieferschwierigkeiten, Energiekrise und ausgebuchte Handwerksbetriebe haben für so enorme Kostensteigerungen gesorgt, dass der Umstieg auf eine neue, moderne Heizung für viele schlicht unbezahlbar ist beziehungsweise der Kostenvorteil aktuell kaum zum Vorschein kommt.

Für welche Heizung soll ich mich 2023 entscheiden?
Wer noch ein paar Jahre mit seiner Heizung hat, kann sich bestens auf die neue Heizung vorbereiten: Sanierungsmaßnahmen wie eine Dämmung reduzieren den Energiebedarf und machen das Haus fit für den Einsatz erneuerbarer Energien. Außerdem lohnt sich die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage, um die Heizkosten weiter zu senken und den Bezug von Erdgas auf ein Minimum zu reduzieren. Diese Solaranlage kann später auch mit der neuen Heizung weiterbetrieben werden.

Wer 2023 eine neue Heizung benötigt, plant am besten so:

  • Ein- und Zweifamilienhäuser heizen mit einer Wärmepumpe. Dazu kann eine Solaranlage (Photovoltaik oder Solarthermie) oder auch ein effizienter Kaminofen kombiniert werden.
  • In Innenstädten und Ballungszentren sind erneuerbare Wärmenetze mit grüner Fernwärme gefragt. Hier haben Wohnungseigentümer allerdings aktuell kaum Alternativen zur Gas-Etagenheizung.
  • Häuser mit hohem Wärmebedarf, die nicht ausreichend gedämmt werden können (zum Beispiel wegen Denkmalschutz) und hohe Vorlauftemperaturen benötigen, können mit einer Pelletheizung effizient beheizt werden. Auch diese lässt sich gut mit einer Solaranlage kombinieren, bei der Förderung ist das sogar Pflicht.

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Solarthermie liegt im Trend
Infolge gestiegener Energiepreise legte die Nachfrage nach Solarheizungen deutlich zu: 2022 wurden rund 91.000 neue Solarthermie-Anlagen installiert, ein Plus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit einer solchen Anlage lassen sich unkompliziert Heiz- und Warmwasserkosten einsparen. Die Anschaffungs- und Installationskosten werden mit bis zu 35 Prozent gefördert. Solaranlagen gelten nicht nur als wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Sie schützen zugleich vor steigenden Energiepreisen und verringern die Abhängigkeit von Energieimporten. Weiterer großer Vorteil: Solarthermie-Anlagen lassen sich mit allen Heizungsarten kombinieren! Verbände beobachten den verstärkten Trend, Solaranlagen nicht nur bei bestehenden Gasheizungen nachzurüsten. Immer häufiger stellen Eigentümer:innen mit einer Kombination von Solarthermie und Wärmepumpe oder Pelletheizungen komplett auf erneuerbare Energien um.

Förderung für neue Heizung nutzen

Die Förderung im Rahmen der BEG ist ein guter Leitfaden in Sachen Zukunftsfähigkeit. Die hohen Förderbeträge für eine neue Heizung machen auch teurere Technik erschwinglich und ermöglichen den Systemwechsel im Heizungskeller - von fossil zu erneuerbar. Mit Solarenergie - ob als Solarthermie oder Photovoltaik - können die Energiekosten weiter reduziert werden. Deshalb ist es sinnvoll, geeignete Dachflächen dafür zu nutzen. Wer dagegen mit einem Kaminofen liebäugelt, um die derzeit hohen Heizkosten zu reduzieren, sollte auf die Vorgaben für Schornsteine achten.

--> Weiterlesen: Austauschpflicht: Diese Heizungen müssen 2023 raus

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Quelle: energie-fachberater.de / BDH
 
 

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