03.07.2020
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Was bedeutet die Abschaffung des Solardeckels für Eigentümer?

Photovoltaik-Anlage auf privatem Hausdach lohnt sich weiterhin

Durch die Abschaffung des sogenannten Solardeckels oder 52-Gigawatt-Deckels wird Solarstrom weiter durch die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Die Einspeisevergütung beträgt im Juli 2020 je nach Größe der Photovoltaik-Anlage 6,89 bis 9,03 Cent pro Kilowattstunde. Was müssen Eigentümer jetzt zu Wirtschaftlichkeit, zur Nutzung von Solarstromspeichern und zum Laden von Elektroautos wissen?

Große Photovoltaik-Anlage im SommerBild größer anzeigen
Ohne Solardeckel bleibt die Einspeisevergütung für neue Photovoltaik-Anlagen erhaltenFoto: Energie-Fachberater.de

Ohne Solardeckel bleibt Einspeisevergütung erhalten
Mit Photovoltaik-Anlagen im Eigenheim Strom zu erzeugen lohnt sich nach Abschaffung des Solardeckels weiterhin doppelt: Bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Solarstrom-Anlage ab. Dieser sogenannte Autarkiegrad spart zum einen die Kosten für den Strombezug vom Versorger. Zum anderen wird das Klima geschützt. Bei einem Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden reduziert sich der Verbrauch um bis zu 900 Kilowattstunden und das jährliche CO2 dieses Haushalts um etwa 500 Kilogramm.

Photovoltaik-Anlagen wurden in den vergangenen Jahren immer preisgünstiger. Dadurch wird eine neue Anlage auch heute noch kostendeckend oder mit Gewinn betrieben, obwohl die Einspeisevergütung gesunken ist. Für ein Einfamilienhaus kalkuliert man für eine Photovoltaik-Anlage mit 10 Kilowatt Peak Spitzenleistung Kosten von etwa 14.000 bis 18.500 Euro. Ein passender Speicher kostet etwa 4.000 bis 7.000 Euro brutto.

Solarstromspeicher werden in Wirtschaftlichkeit oft überschätzt
Mit einem Batteriespeicher lässt sich der Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich erhöhen. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage in der Regel mit einem Solarstromspeicher schlechter. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Wer sich dennoch einen Batteriespeicher anschaffen will, sollte darauf achten, dass dieser nicht zu groß dimensioniert wird. Die Dimensionierung hängt von der Höhe des Strombedarfs im Haushalt ab. Darüber hinaus verbessert eine Förderung die Wirtschaftlichkeit - Eigentümer sollten daher unbedingt prüfen, ob ihr Bundesland aktuell eine Förderung anbietet, in der Regel werden solche Förderprogramme über die jeweilige Landesbank abgewickelt.

Photovoltaik-Anlage zur Aufladung des Elektroautos - Tipps für Eigentümer
Eigentümer, die ein vorhandenes Elektroauto mit eigenem Solarstrom laden, können ihren Eigenverbrauchsanteil ebenfalls erhöhen. Am besten wird das Elektroauto mithilfe einer intelligenten Ladestation tagsüber direkt aus dem Überschuss der Photovoltaik-Anlage und nicht aus einem Batteriespeicher geladen. Haus-Batteriespeicher sind für das Laden von Elektroautos eher ungeeignet, da die Fahrzeugbatterien eine wesentlich höhere Kapazität haben.

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Quelle: Verbraucherzentrale Energieberatung / Energie-Fachberater.de
 

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