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10.05.2024

Gelten GEG und Energieausweis auch bei Denkmalschutz?

Sanierung immer von Denkmalbehörde genehmigen lassen

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht genaue Vorgaben zur Sanierung von Altbauten und zum Energieausweis, aber es gibt auch Ausnahmen: für Häuser unter Denkmalschutz und erhaltenswerte Bausubstanz. Diese müssen bei einer Sanierung die Vorgaben des GEG nicht erfüllen, wenn das äußere Erscheinungsbild beeinträchtigt oder der Aufwand zu groß ist. Auch der Energieausweis ist nicht immer Pflicht.

Häuser Denkmalschutz
Damit historische Bausubstanz nicht hinter einer Dämmung verschwindet, macht das GEG Ausnahmen für Häuser unter DenkmalschutzFoto: energie-fachberater.de

Geregelt sind die Ausnahmen für denkmalgeschützte Häuser im Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024) in § 105 Baudenkmäler und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz. Darin heißt es: "Soweit bei einem Baudenkmal, bei auf Grund von Vorschriften des Bundes- oder Landesrechts besonders geschützter Bausubstanz oder bei sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der Anforderungen
dieses Gesetzes die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigt oder andere Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand führen, kann von den Anforderungen dieses Gesetzes abgewichen werden."

Auf das GEG müssen Eigentümer also keine Rücksicht nehmen, auf den Denkmalschutz aber schon! Vor allem müssen sie die Genehmigungspflicht beachten: Viele Sanierungsmaßnahmen an Dach und Fassade sind genehmigungspflichtig und Eigentümer verpflichtet, sich so früh wie möglich mit den Genehmigungsbehörden abzustimmen.

Auch ohne GEG lässt sich die Energieeffizienz von Häusern unter Denkmalschutz verbessern
Die Bestimmungen des Gebäudeenergiegesetzes für einzelne Sanierungsmaßnahmen gelten für denkmalgeschützte Bauten zwar nicht, trotzdem können sich Eigentümer ein Grundprinzip zu Herzen nehmen: Grundsätzlich ist das GEG darauf ausgerichtet, ein Haus als Ganzes zu betrachten. Wer darauf auch bei einem Baudenkmal achtet, kann aus energetischer Sicht einiges bewirken. Kann zum Beispiel die Fassade von außen nicht gedämmt werden, lassen sich die Wärmeverluste vielleicht durch eine moderne Innendämmung oder eine verbesserte Dachdämmung ausgleichen. Und auch eine moderne Heizung senkt die Heizkosten erheblich.

Energieausweis für Häuser unter Denkmalschutz nicht immer Pflicht
Auch beim Energieausweis macht das GEG Ausnahmen für Baudenkmale. Für denkmalgeschützte Gebäude muss für Vermietung/ Verpachtung/ Verkauf kein Energieausweis erstellt und vorgelegt werden. Bei Änderungen an den Außenbauteilen und Berechnung des Energiebedarfs ist der Energieausweis aber auch Pflicht.

Geregelt ist das in § 79 Grundsätze des Energieausweises: "(4) Auf ein kleines Gebäude sind die Vorschriften dieses Abschnitts nicht anzuwenden. Auf ein Baudenkmal ist § 80 Absatz 3 bis 7 nicht anzuwenden." Die genannten Absätze regeln Vorlage, Übergabe und Aushang von Energieausweisen bei Vermietung, Verkauf und Verpachtung.

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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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