26.05.2020

7 Sanierungstipps für junge Familien

Das ist wichtig bei Hauskauf und Sanierung mit Kind

Bauland ist knapp, die gewachsene Struktur in Städten dagegen attraktiv: Viele Familien entscheiden sich deshalb für den Kauf einer gebrauchten Immobilie oder beziehen ein geerbtes Haus. Doch einfach einziehen und fertig - das funktioniert bei den meisten leider nicht, zu groß sind die Defizite bei Wohnkomfort und Energieeffizienz. Doch was ist wichtig, worauf ist zu achten? Sanierungstipps für junge Familien.

Sanierung Fassade FrühjahrBild größer anzeigen
Bauland ist knapp, die gewachsene Struktur in Städten dagegen attraktiv: Viele Familien entscheiden sich deshalb für eine Immobilie im Bestand und sanieren dieseFoto: Energie-Fachberater.de
Umbau BungalowBild größer anzeigen
Viele Familien erneuern und vergrößern die Fenster - das Tageslicht lässt die Wohnräume moderner erscheinen und verbessert den WohnkomfortFoto: Energie-Fachberater.de
Wandschlitze für ElektroinstallationBild größer anzeigen
Die Anforderungen und Anprüche an die Elektroinstallation haben sich stark geändert. Hier ist eine Erneuerung auf jeden Fall sinnvollFoto: Energie-Fachberater.de
Badsanierung - InstallationselementeBild größer anzeigen
Auf dem Weg zum Familienbad: Mit Installationselementen ist eine gute Aufteilung und Privatsphäre möglichFoto: Energie-Fachberater.de

1. Stichwort Planung
Je genauer das Haus vor dem Kauf oder Umbau untersucht wird, um so besser lassen sich böse Überraschungen vermeiden. Die hohe Förderung für eine Energieberatung macht es Eigentümern leicht, sich für eine solche Bestandsaufnahme zu entscheiden. Vor dem Hauskauf leistet ein unabhängiger Sachverständiger gute Dienste. Wer Bausubstanz und Haustechnik genau kennt, kann auch präziser planen und kalkulieren. Denn wenn die Angebote der Handwerker vollständig und passgenau zum Sanierungsbedarf vorliegen, sind auch bei Kosten und Bauzeiten verlässliche Angaben vorhanden. Besonders wichtig bei Umbau und Sanierung: Die Familie sollte ihre Wünsche früh definieren und auch das Budget!

2. Stichwort Finanzierung und Förderung
Auch wenn Umbau und Sanierung bei einem Hauskauf schon in den Kreditrahmen einkalkuliert werden - groß ist der finanzielle Spielraum vieler Familien nicht. Deshalb sollte auch die Finanzierung unbedingt sorgfältig geplant werden und einen Puffer für Unvorhergesehenes enthalten. Wer einen Bausparvertrag hat, kann diesen perfekt einsetzen, manchmal können auch Familienmitglieder bei der Finanzierung aushelfen. Unbedingt nutzen sollten Familien alle Möglichkeiten der Förderung! Viele Bundesländer bieten über ihre Landesbanken günstige Modernisierungskredite an, genauso wie die KfW für Energieeinsparmaßnahmen, Einbruchschutz und Barrierefreiheit. Attraktive Zuschüsse gibt es von KfW und BAFA. Schon im Vorfeld sollten Familien genau durchrechnen, ob sich eine Förderung oder der Steuerbonus für Sanierungsmaßnahmen mehr für sie lohnt. Auch Handwerkerkosten unabhängig von Energiesparmaßnahmen können von der Steuer abgesetzt werden.

3. Stichwort Grundriss
Wer Bilder aus aktuellen Wohnzeitschriften im Hinterkopf hat, wird bei einer Immobilie im Bestand vom Grundriss eher enttäuscht sein. Statt großzügigem und offenen Wohnbereich dominiert hier oft eine kleinteilige und abgeschlossene Raumaufteilung. Nicht alle Wände dürfen einfach so entfernt werden, doch in vielen Fällen lässt sich der Grundriss zumindest auflockern. Durch das Zusammenlegen von Räumen entstehen größere Bäder und großzügigere Wohnbereiche. Und nicht immer ist eine geschlossene Struktur nur schlecht: Wer zum Beispiel viel von zu Hause arbeitet, wird ein abgeschlossenes Arbeitszimmer zu schätzen wissen und sei es noch so klein. Und auch größere Kinder profitieren von einem eigenen Reich.

4. Stichwort Sanierungshotspots
Egal ob das Haus schon vor dem Einzug komplett saniert wird oder Schritt für Schritt - einige Sanierungsmaßnahmen werden Familien wohl auf jeden Fall durchführen. Dazu gehört die Erneuerung der Haustechnik: Je älter das Haus, um so wichtiger ist ein Update der Elektroinstallation für einen sicheren und komfortablen Alltag. Denn die Anforderungen und Ansprüche haben sich hier in den letzten Jahren stark verändert. Auch die Heizung sollte auf den Prüfstand: Eine Einbindung erneuerbarer Energien spart hier langfristig Kosten. Nicht umsonst werden die Fenster in vielen Altbauten erneuert - mit größeren Fenstern und mehr Tageslicht verändern sich Wohnräume schnell zum Positiven, der Wohnkomfort lässt sich so deutlich verbessern. Ebenso auf dem Sanierungsplan wenn noch nicht vorhanden: Dachdämmung und Dämmung der Kellerdecke. Und nicht zuletzt werden sich viele Familien früher oder später die Bäder vornehmen und diese auf einen aktuellen Stand bringen. Wer die Böden im Haus erneuert, sollte gleichzeitig an eine Fußbodenheizung und Barrierefreiheit denken.

5. Stichwort Familienbad
Ein Familienbad muss gut geplant sein, damit es dem Familienalltag Stand hält. Es wird stark frequentiert und gleichzeitig von Groß und Klein genutzt. Wichtig ist deshalb eine gute Aufteilung und durchdachte Ausstattung, die für Flexibilität sorgen. Ebenso gefragt ist eine unaufwändige Reinigung. Für Privatsphäre im Familienbad sorgt zum Beispiel ein abgeteiltes WC. Eine Badewanne ermöglicht das unkomplizierte Baden der Kinder genauso wie das Entspannen der Eltern, eine bodengleiche Dusche wissen alle zu schätzen. Ein rutschfester Boden und genügend Stauraum dürfen ebenfalls nicht fehlen. Auf Barrierefreiheit sollten Familien unbedingt achten, das macht die Badnutzung in allen Lebenslagen leichter.

6. Stichwort Dachausbau

Mehr Platz, mehr Wohnkomfort, mehr Atmosphäre – all das lässt sich mit einem Dachausbau erreichen. Die Ausbaumaßnahme ist bei Familien nicht ohne Grund beliebt: Das Platzangebot lässt sich für Kinder, Hobby oder Arbeitszimmer deutlich vergrößern. Wichtig hier: Eine gute Dämmung, viel Tageslicht und Sonnenschutz für die Dachfenster.

7. Stichwort Kellerausbau
Ist der Platz knapp, lässt sich auch mit einem Kellerausbau zusätzlicher Raum gewinnen. Ob Spielzimmer, Arbeitszimmer oder Hauswirtschaftsraum - ein trockener Keller ist eine gute Wohnraumreserve. Besonders achten sollten Familien hier auf eine gute Dämmung und gute Möglichkeiten zur Lüftung, damit das Wohnklima stimmt.

Der große Vorteil bei einer bestehenden Immobilie: Oft können sich Familien im ersten Schritt ganz auf die Sanierung der Bausubstanz konzentrieren und müssen sich wenig um das Grundstück drumherum kümmern. Ein eingewachsener Garten steht Kindern von Anfang zum Spielen und den Eltern als Erholungsraum zur Verfügung. Die Gartengestaltung nach eigenen Vorstellungen kann getrost ein paar Jahre warten.

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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