17.12.2019
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Warum beschlagen unsere Fenster im Winter von außen?

Kondenswasser außen ist Qualitätsmerkmal für Dämmung der Fenster

Neue Fenster und dann das: Nach einer kalten Nacht ist morgens die Aussicht getrübt, die Fenster sind beschlagen. Und zwar nicht von innen, sondern von außen. Warum beschlagen denn Fenster im Winter von außen? Die gute Nachricht: Es gibt in diesem Fall keinen Grund zur Sorge! Das Kondenswasser trocknet in den Morgenstunden zügig von selbst und ist sogar ein Qualitätsmerkmal. Es zeigt nämlich, dass die Fenster gute Dämmeigenschaften haben.

von außen beschlagene FensterBild größer anzeigen
Kein Durchblick am Morgen: Von außen beschlagene Fenster sind kein Grund zur Sorge, sondern Zeichen für eine gute Wärmedämmung der VerglasungFoto: Energie-Fachberater.de

Eigentlich ist der Effekt von im Freien parkenden Autos bekannt, dennoch wundern sich Hausbesitzer mit neuen Fenstern: Nach der Sanierung sind die Fenster womöglich nicht mehr von innen beschlagen, sondern von außen.

Erfreulich: Kondenswasser außen ist das Zeichen für eine funktionierende Wärmedämmung der Isolierverglasung. Hochwertige Fenster lassen nur wenig Wärme von innen nach außen. Das spart Heizkosten und hat zur Folge, dass die Außenscheibe relativ kalt bleibt. Ist die Glasoberfläche nun kälter als die auftreffende Außenluft, bildet sich Kondenswasser außen an den Fenstern und diese beschlagen. Dieser Effekt ist vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit zu beobachten und tritt nur in den Morgenstunden in der kalten Jahreszeit auf - eine Art Morgentau auf den Fenstern also. Die Feuchtigkeit an den Fenstern verschwindet von allein, wenn sich entweder die Temperatur der Scheibe oder aber die Umgebungstemperatur erhöht.

Was kann man gegen von außen beschlagene Fenster tun?
Eigentlich müssen Hausbesitzer bei außen beschlagenen Fenstern nichts unternehmen. Das Kondenswasser richtet keine Schäden an und verschwindet auch von allein wieder. Schutz vor dem Beschlagen der Fenster bietet zum Beispiel ein nachts heruntergelassener Rollladen. Wer besonderen Wert auf klare Sicht legt, zum Beispiel bei großflächigen Verglasungen im Wohnbereich oder Wintergarten, kann sich für eine selbstreinigende Beschichtung auf der Außenseite des Fensters entscheiden. Eine Beschichtung mit Titandioxid sorgt dafür, dass sich die Feuchtigkeit nicht in Form von Tröpfchen verteilt, sondern als durchsichtiger Wasserfilm auf der Glasoberfläche abfließt. Der Vorteil: Zusammen mit den UV-Strahlen des Tageslichts kann diese Beschichtung auch Schmutz zersetzen, so dass die Fenster länger sauber bleiben.

Fazit: Je besser die Wärmedämmung des Isolierglases, um so höher die Wahrscheinlichkeit, dass Kondenswasser im Winter in den Morgenstunden außen an den Fenstern auftritt. Das ist - obwohl lästig - sogar ein Qualitätsmerkmal der Verglasung.

Übrigens: Gegen das Beschlagen der Fenster von innen sollten Hausbesitzer unbedingt etwas unternehmen! Die beschlagenen Flächen innen sollten rasch trockengewischt und die Räume ausgiebig gelüftet werden. Beschlagene Fenster im Winter: 7 Tipps gegen Kondenswasser innen.

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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