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03.08.2022

Was ist eigentlich ein Smart Meter?

Intelligente Stromzähler sind für einige Haushalte Pflicht

Nicht nur die verbrauchten Kilowattstunden zählen wie die alten Ferraris-Zähler, sondern den Stromverbrauch so erfassen, dass er in Echtzeit kontrolliert werden kann - das klingt nach einem logischen Schritt in Sachen Energieeinsparung. Möglich machen das digitale Stromzähler. Ist zusätzlich noch ein Kommunikationsmodul für die Übertragung von Daten vorhanden, spricht man von einem Smart Meter. Digitale Stromzähler werden bis 2032 Pflicht, für einige Haushalte ist auch eine Smart-Meter-Pflicht vorgesehen. Die intelligenten Stromzähler sind aber wegen Kosten und Datenschutz umstritten.

Digitaler Stromzähler - Smart Meter
Smart Meter: Der intelligente Stromzähler misst den Stromverbrauch in Echtzeit und ermöglicht DatenübertragungenFoto: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

Ein Smart Meter kann den Bewohnern mehr Informationen zu ihrem Stromverbrauch liefern, so dass diese zum Beispiel von variablen Tarifen, also Zeiten günstiger Strompreise, profitieren können. Denn wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann auch entsprechende Sparmaßnahmen einleiten. Smart Meter sind moderne Systeme zum Strommessen - intelligente Stromzähler also. Im Unterschied zu den noch weit verbreiteten analogen Ferraris-Zählern erfassen sie den Stromverbrauch und die verwendete Leistung in Echtzeit. Außerdem übertragen Smart Meter diese Informationen an Messstellenbetreiber und Energieversorger, die jährliche Ablesung kann dann ausfallen.

Für diese Haushalte sind Smart Meter Pflicht
Bereits seit Anfang 2017 werden die intelligenten Stromzähler schrittweise Pflicht, bis 2032 soll die Umstellung abgeschlossen sein. Das kommt für viele Verbraucher dennoch überraschend - ihnen sind Smart Meter noch gar kein Begriff. Verpflichtend sind Smart Meter in diesen Fällen:

  • Für Haushalte mit einem hohem Stromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr
  • Für Haushalte mit Strom erzeugenden Anlagen (zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen) mit einer Nennleistung von mehr als 7 Kilowatt (kW)
  • Für Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung

Die Kosten für Smart Meter dürfen bei maximal 100 Euro im Jahr liegen. Für Haushalte mit einem geringeren Stromverbrauch ist der Einbau freiwillig. Beim turnusmäßigen Zählertausch bekommen diese Haushalte zwar einen digitalen Stromzähler, dieser kann aber keine Daten übertragen. Allerdings werden auch diese Haushalte einem Smart Meter ausgerüstet, wenn es ihr Vermieter oder zuständiger Messstellenbetreiber will.

Kritik an Kosten und Datenschutz

So sehr die Vorteile einer intelligenten Strommessung einleuchten - Verbraucherschützer kritisieren die Pflicht zum Smart Meter unter anderem wegen der zusätzlichen Kosten. Denn ob diese durch Stromeinsparungen die Mehrkosten einspielen, ist derzeit fraglich. Auch variable Tarife gibt es derzeit nur selten.

Für eine Energieeinsparung müssen Verbraucher:innen außerdem aktiv werden. Denn anders als zum Beispiel bei einer smarten Heizung spart der Einbau des Smart Meters allein noch keinen Strom. Verbraucher müssen aus den Smart-Meter-Daten erst die richtigen Schlüsse ziehen und ihr Verhalten ändern, um Stromkosten zu sparen.

Neben zusätzlichen Kosten bringt die neue Technik auch neue Herausforderungen, zum Beispiel beim Datenschutz. Denn Smart Meter erheben Daten, die Rückschlüsse auf Lebensstandard und Gewohnheiten zulassen. Die technischen Sicherheitsvorgaben der neuen Systeme sind grundsätzlich sehr hoch, müssen jedoch auch eingehalten werden. 

 
 
 
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) / energie-fachberater.de / immonet.de
 
 

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