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22.04.2024

Intelligente Stromzähler: Was ist eigentlich ein Smart Meter?

Digitalisierung der Stromversorgung / Smart Meter bald Standard

Nicht nur die verbrauchten Kilowattstunden zählen wie die alten Ferraris-Zähler, sondern den Stromverbrauch so erfassen, dass er in Echtzeit kontrolliert werden kann - das klingt nach einem logischen Schritt in Sachen Energieeinsparung. Möglich machen das digitale Stromzähler. Ist zusätzlich noch ein Kommunikationsmodul für die Übertragung von Daten vorhanden, spricht man von einem Smart Meter.

Digitaler Stromzähler - Smart Meter
Smart Meter: Der intelligente Stromzähler misst den Stromverbrauch in Echtzeit und ermöglicht DatenübertragungenFoto: Hager Vertriebsgesellschaft mbH & Co. KG

Digitale Stromzähler sollen bis 2032 weitgehend Standard werden, so dass der Stromverbrauch leichter gesteuert werden kann. Das ist auch deshalb nötig, weil das künftige Energiesystem deutlich flexibler und komplexer wird.

Ein Smart Meter kann den Bewohner:innen mehr Informationen zu ihrem Stromverbrauch liefern, so dass diese zum Beispiel von dynamischen Stromtarifen, also Zeiten günstiger Strompreise, profitieren können. Denn wer seinen Stromverbrauch genau kennt, kann auch entsprechende Sparmaßnahmen einleiten. Smart Meter sind moderne Systeme zum Strommessen - intelligente Stromzähler also. Im Unterschied zu den noch weit verbreiteten analogen Ferraris-Zählern erfassen sie den Stromverbrauch und die verwendete Leistung in Echtzeit. Außerdem übertragen Smart Meter diese Informationen an Messstellenbetreiber und Energieversorger, die jährliche Ablesung kann dann ausfallen.

Für diese Haushalte sind Smart Meter Pflicht
Bis 2032 sollen Smart Meter flächendeckend in Haushalten und Unternehmen zum Einsatz kommen. Geregelt ist das im "Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende". Das Gesetz legt auch fest, wer wann einen intelligenten Stromzähler erhalten muss:

  • Ab 2025 fallen alle Verbraucher ab 6.000 bis 100.000 kWh/Jahr sowie Betreiber von Photovoltaik-Anlagen ab 7 bis 100 kW installierter Leistung unter den Pflichteinbau.
  • Auch für Haushalte mit Wärmepumpe oder Nachtspeicherheizung werden Smart Meter Pflicht.
  • Bis Ende 2025 müssen mindestens 20 Prozent, bis Ende 2028 mindestens 50 Prozent und bis Ende 2030 mindestens 95 Prozent dieser Fälle mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet sein.

Die jährlichen Kosten für den Betrieb der Stromzähler dürfen für normale Haushaltskunden nicht mehr als 20 Euro betragen.

Für Stromeinsparung müssen Haushalte selbst aktiv werden
Für eine Energieeinsparung müssen Verbraucher:innen allerdings selbst aktiv werden. Denn anders als zum Beispiel bei einer smarten Heizung spart der Einbau des Smart Meters allein noch keinen Strom. Verbraucher müssen aus den Smart-Meter-Daten erst die richtigen Schlüsse ziehen und ihr Verhalten ändern, um Stromkosten zu sparen.

Daneben bringt die neue Technik auch neue Herausforderungen, zum Beispiel beim Datenschutz. Denn Smart Meter erheben Daten, die Rückschlüsse auf Lebensstandard und Gewohnheiten zulassen. Die technischen Sicherheitsvorgaben der neuen Systeme sind grundsätzlich sehr hoch, müssen jedoch auch eingehalten werden.


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Quelle: energie-fachberater.de / immonet.de
 
 

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