11.12.2019
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Wohin mit einer alten Photovotaik-Anlage?

Tipps für Entsorgung und Recycling von alten Solarmodulen

Photovoltaik-Module können bei fachgerechter Montage und Komponentenwahl jahrzehntelang zuverlässig Solarstrom liefern. Doch wohin mit der Solarstrom-Anlage, wenn sie aufgrund von Beschädigungen oder aus Altersgründen nicht mehr genutzt werden kann? Tipps für private Hausbesitzer zur richtigen Entsorgung von Photovoltaik-Modulen.

Altbau mit Photovoltaik-Anlage auf dem DachBild größer anzeigen
Ein Photovoltaik-Modul kann mindestens 25 Jahre lang Solarstrom liefern. Danach sollten die Module fachgerecht entsorgt werden, damit wertvolle Rohstoffe recycelt werden könnenFoto: Energie-Fachberater.de

Unter normalen Bedingungen kann ein Photovoltaik-Modul mindestens 25 Jahre lang zuverlässig klimafreundlichen Solarstrom liefern, meistens sogar deutlich länger. Werden die Module aufgrund von Beschädigungen oder aus Altersgründen schließlich nicht mehr zur Solarstromerzeugung genutzt, müssen sie gemäß dem Elektro- und Elektronikgesetz (ElektroG) fachgerecht entsorgt werden. Schließlich enthalten sie wertvolle Rohstoffe.

Recycling von Photovoltaik-Modulen technisch gut machbar
Das Recycling von Solarmodulen ist heute technisch gut machbar. Entsorgungsfachbetriebe können Altmodule so verwerten, dass die enthaltenen Rohstoffe fast vollständig als Sekundärrohstoffe einem Produktionsverfahren zugeführt werden können. Deshalb sollten ausrangierte Module unbedingt in den Wertstoffkreislauf gelangen.

Tipps für die Entsorgung von Photovoltaik-Modulen aus privaten Haushalten
Solarmodule aus privaten Haushalten können kostenfrei bei ausgewiesenen Sammelstellen wie etwa Wertstoffhöfen oder den Rücknahmestellen der Hersteller und Vertreiber abgegeben werden. Da bei Lichteinfall auf die aktive Zellschicht in Photovoltaik-Modulen eine elektrische Spannung entsteht, ist ein sorgfältiger Umgang mit abgebauten, zu entsorgenden Modulen wichtig! So sollten Modulkabel befestigt werden, Module sorgfältig gestapelt und gegebenenfalls mit Kantenschutz versehen werden. Die solaraktive Seite des Modules sollte beim Stapeln immer nach unten zeigen, offene Kontakte und beschädigte Rückseitenfolien sollte man vor dem Abtransport isolieren.

Solarstrom-Module entsorgen - so geht’s:

  • Gerahmte Photovoltaik-Altmodule möglichst vollständig und unversehrt abgeben. Der Aluminiumrahmen sollte nicht entfernen werden.
  • Modulkabel einlegen und mit Klebeband (Tape) an der Modul-Rückseite befestigen. Mechanische Modulbefestigungen wie z.B. metallische Klemmen und Unterkonstruktionen wie z.B. Schienen entfernen
  • Ungerahmte Photovoltaik-Module zusätzlich mit Pappen als Kantenschutz versehen
  • Zwischen ungerahmte Solarmodule gefaltete Pappen oder Ähnliches als Zwischenschicht legen, um die Dicke der Modulanschlussdose und der eingelegten Kabel auszugleichen
  • Solarmodule mit Glasbruch mit großen festen Pappen und Klebeband stabilisieren
  • Besondere Vorsicht beim Umgang mit Photovoltaik-Modulen mit blanken Kontakten! Die Modulvorderseite darf nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein, da dann an den blanken Kontakten eine elektrische Spannung anliegt
  • Falls Steckkontakte abgerissen oder Kabel beschädigt sind, sodass metallische Adern freiliegen, diese mit Kunststoffklebe- oder Isolierband isolieren
  • Beschädigte Rückseitenfolien am Modul sowie kaputte oder offene Modulanschlussdosen mit Isolierband abkleben
  • Bei beidseitig solaraktiven Photovoltaik-Modulen (bifaciale PV-Module) insbesondere bei blanken Kontakten die lichtzugewandte Seite kreuzweise mit Klebeband abkleben

Ausführliche Informationen sowie Entsorgungstipps samt erklärender Fotos finden Hausbesitzer im Merkblatt "Sicherer Umgang mit PV-Altmodulen" vom Bundesverband Solarwirtschaft.

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Quelle: BSW Solar
 

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