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21.04.2026
mehr zu Strom sparen
 

Rebound-Effekt: Höherer Verbrauch nach Umstieg auf Photovoltaik

Auch bei eigenem Solarstrom auf sparsamen Verbrauch achten

Private Haushalte leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, wenn sie eine Photovoltaik-Anlage anschaffen, Ökostrom oder erneuerbare Wärme nutzen. Doch beim Umstieg auf diese umweltfreundlichen Energieträger kann es zu einem unerwünschten Nebeneffekt kommen: Der Energieverbrauch dieser Haushalte steigt im Schnitt an. Diesen sogenannten Rebound-Effekt sollten Eigentümer:innen kennen und ihren Energieverbrauch überprüfen.

Grafik EE-Rebound
Höherer Verbrauch bei eigener Photovoltaik-Anlage: Eigentümer sollten den sogenannten Rebound-Effekt kennen und weiterhin auf einen sparsamen Verbrauch achtenFoto: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Eine Solaranlage auf dem eigenen Dach – für viele Haushalte ist das schon Realität. Die Vorteile von Photovoltaik-Anlagen für den Geldbeutel und die Umwelt sind unbestritten! Doch diese positiven Effekte nehmen deutlich ab, wenn die Bewohner:innen anschließend weniger aufs Energiesparen achtet als zuvor.

Forschungsprojekte und Datenanalysen zeigen: Haushalte, die in den letzten Jahren eine Photovoltaik-Anlage installierten, haben im Schnitt einen höheren Stromverbrauch als vergleichbare Haushalte ohne Solaranlage. Der Mehrverbrauch, den man auch als Rebound-Effekt bezeichnet, hat ökonomische und psychologische Gründe: Viele der interviewten Haushalte mit Photovoltaik-Anlage achten weniger auf ihren Verbrauch, weil sie ein gutes Gewissen haben und weil sie kaum noch finanzielle Anreize zum Stromsparen sehen. Sichtbar gemacht wurde dieser EE-Rebound unter anderem bereits in einem Forschungsprojekt unter Koordination des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) von 2018 bis 2022. 

--> Das Problem an dieser Entwicklung: Der Mehrverbrauch verlangsamt nicht nur die Energiewende, sondern kostet die Haushalte auch Geld.

Energiesparen bleibt zentral, auch bei erneuerbaren Energien
Mit einem bloßen Wechsel zu erneuerbaren Strom- und Wärmequellen sind die Klimaziele nicht rechtzeitig zu erreichen. Genauso wichtig ist es, dass der Energieverbrauch insgesamt effizienter und suffizienter, also maßvoller, wird. Aussagen wie ‚die Sonnenenergie sei unerschöpflich‘ motivieren nicht zum Stromsparen.

Grundsätzlich ist ein hoher Eigenverbrauch sinnvoll: Haushalte stabilisieren das Stromnetz, wenn sie ihren Solarstrom gezielt zur sonnigen Mittagszeit nutzen. Manche Haushalte verbrauchen jedoch extra viel Strom, weil sie Einspeisen als Verschwendung empfinden. Hier kann beispielsweise das Nachrüsten eines Heimspeichers sinnvoll sein, um den eigenen Strom auch am Abend noch nutzen zu können. Auch mit E-Auto oder Wärmepumpe kann überschüssiger Solarstrom sinnvoll genutzt werden. 

--> Gut zu wissen:
Der spezielle PV-Stromspiegel sorgt für Transparenz beim Verbrauch für Haushalte mit Photovoltaik. Wer weiß, ob der eigene Verbrauch gering, mittel oder hoch ist, kann gezielt nach Stromfressern suchen oder den Eigenverbrauch effizienter gestalten.

Was kostet eine Solaranlage? Hier kostenfrei und unverbindlich Vergleichsangebote einholen.

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Quelle: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) / energie-fachberater.de
 
 

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