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Expertenrat

Wie können wir die Decke in unserem Haus am besten schalldämmen?

Frage von Katharina F. am 15.09.2021 

Wir sanieren derzeit ein Haus von 1936 und wollen die Holzbalkendecke schalldämmen. In den Zwischenräumen ist Schlacke ca. 10 cm hoch. Gewicht ist aufgrund der Statik nicht möglich, daher bleibt eine zusätzliche Schüttdämmung mit Styropor-Kugeln oder das zusätzlich Einsetzen von Akustikwolle, bevor dann Knauf Platten darauf kommen. Kann Schlacke kombiniert werden? Was eignet sich besser?

Antwort von ENERGIE-FACHBERATER  

Um den Schallschutz im Haus zu verbessern, sind zwei Punkte besonders wichtig. Zum einen ist der Luftschall zu reduzieren. Das funktioniert bei Holzbalkendecken beispielsweise mit Mineralwolle zwischen oder unter den Sparren. Das Material hat eine offenporige Struktur und bricht den Luftschall daher sehr gut. Schüttungen aus Styropor zeigen hier ebenfalls Wirkung, haben aber eine geringere Dichte und bieten daher meist auch einen etwas geringeren Schallschutz.

Zum anderen kommt es auch darauf an, den Körperschall zu unterbinden. Dabei handelt es sich um Schall, der sich durch feste Bauteile und Verbindungen über Raumgrenzen hinweg verbreitet. Reduzieren können Sie den Körperschall beispielsweise durch die schwimmende Verlegung von Fußböden sowie die fachgerechte Installation von Randdämmstreifen. Auch schallentkoppelte Abhänger helfen, Schallbrücken über Balken und tragende Bauteile des Gebäudes zu vermeiden.

Die Schlacke bietet selbst einen gewissen Schallschutz, ist aber nicht unumstritten. So enthält sie meist Schwermetalle, sodass einige Experten den Austausch empfehlen.

Da es in puncto Schallschutz immer auf eine individuell passende Gesamtlösung ankommt, empfehlen wir Ihnen die Beratung durch einen Bauexperten vor Ort. Ohne Details der Konstruktion zu kennen, ist eine zuverlässige Antwort aus der Ferne leider nicht möglich.


Kommentare

Katharina F.

Welche Dämmstoffe kommen außerdem infrage, wenn es um den Schallschutz im Gebäude geht?

ENERGIE-FACHBERATER 

Neben den genannten konventionellen Dämmstoffen eignen sich vor allem natürliche Materialien sehr gut zur Schalldämmung. Infrage kommen dabei unter anderem Holz-, Hanf- oder Kokosfaserplatten, die eine hohe spezifische Dichte aufweisen und Schall durch ihre flexible und offenporige Struktur gut absorbieren. Interessant sind außerdem Schüttungen aus verholzten Stielteilen der Hanfpflanze mit Lehm oder Schüttungen aus Korkschrot, um den Schallschutz in Holzdecken zu verbessern.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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