31.10.2019

EnergiespeicherPLUS: Förderung für Solarstromspeicher in Berlin

Bis zu 15.000 Euro Zuschuss für Batteriespeicher

Seit dem 1. Oktober 2019 verstärkt der Berliner Senat seine Aktivitäten für eine klimaneutrale Hauptstadt: Mit dem neuen Förderprogramm EnergiespeicherPLUS werden Solarstromspeicher, die zusammen mit einer neuen Photovoltaik-Anlage installiert werden, mit einem sehr attraktiven Zuschuss von 30 bis 65 Prozent der Anschaffungskosten gefördert. Maximal sind 15.000 Euro Zuschuss möglich.

Hausdach mit Photovoltaik und SolarthermieBild größer anzeigen
Wer in Berlin zur neuen Photovoltaik-Anlage auch einen Solarstromspeicher in Betrieb nimmt, kann einen attraktiven Zuschuss beantragenFoto: Energie-Fachberater.de

Das Berliner Förderprogramm EnergiespeicherPLUS bezuschusst die Anschaffung und Inbetriebnahme von Solarstromspeichern mit Zuschüssen von bis zu 15.000 Euro. Verfügt der Batteriespeicher über eine prognosebasierte Betriebsstrategie, kommt ein Bonus von 300 Euro dazu.

Wie hoch ist der Zuschuss für einen Solarstromspeicher in Berlin?
Pro kWh nutzbarer Speicherkapazität beträgt der Zuschuss 300 Euro. Wer also einen Lithium-Ionen Batteriespeicher mit 8 kWh Kapazität installiert, wird mit 2.400 Euro gefördert. Die Gesamtfördersumme ist je System auf maximal 15.000 Euro begrenzt. Je Photovoltaik-Anlage ist nur ein Batteriespeicher förderfähig. Verfügt der Solarstromspeicher über ein Energiemanagementsystem mit Erzeugungs- oder Verbrauchsprognosen, kann ein Bonus in Höhe von 300 Euro je Speicher zusätzlich zur Maximalförderung bewilligt werden.

Voraussetzungen für die Solarstromspeicher-Förderung in Berlin

Voraussetzung für eine Förderung ist der gleichzeitige Kauf und die Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage.

  • Der Batteriespeicher muss im Berliner Stadtgebiet errichtet und betrieben werden.
  • Erst wenn die Förderung bewilligt ist, darf mit dem Vorhaben begonnen werden. Der Förderantrag wird auf Basis eines Angebotes gestellt, der Abschluss des Leistungs- und Liefervertrages darf erst nach Förderzusage erfolgen.
  • Der Solarstromspeicher muss mindestens drei Jahre am Installationsort betrieben werden.
  • Das Verhältnis von Nennleistung der Photovoltaik-Anlage zur nutzbaren Speicherkapazität muss mindestens 1,2 kWp je 1 kWh betragen. Ist die Speicherkapazität je kWh Nennleistung größer, wird der Übertrag nicht gefördert. Wird der Solarstrom zum Laden eines Elektroautos genutzt, darf der Speicher größer dimensioniert werden.
  • Netzdienlichkeit der Anlage: ermöglicht bei Netzüberlastung eine ferngesteuerte Reduzierung der Einspeiseleistung durch den Netzbetreiber und Begrenzung der Einspeisung am Netzanschlusspunkt bei maximaler Photovoltaik-Leistungsabgabe auf höchstens 50 % der installierten Leistung.
  • Fachgerechte und sichere Inbetriebnahme
  • Zehn Jahre Zeitwertersatzgarantie vom Hersteller
  • Recycling und Rücknahme der Solarstromspeicher: Alle innerhalb eines Systems genutzten Elektronikgeräte müssen bei der Stiftung EAR registriert sein und über eine WEEE-Nummer verfügen.
  • Mitwirkungspflicht und Erfolgskontrolle: Die oder der Geförderte verpflichten sich, bis zum Ende der Nutzungszeit notwendige Nutzungs- und Verbrauchsdaten (Solarstromertrag, Eigennutzung, eingespeisten Strom) der Anlage zu erfassen.

Wie kann der Antrag auf die Solarstromspeicher-Förderung in Berlin gestellt werden?
Seit Anfang Oktober 2019 kann ein Antrag auf vorläufigen Maßnahmenbeginn gestellt und auf eigenes Risiko mit der Maßnahme begonnen werden. Das Antragsformular finden Sie hier.  Ab dem 01.01.2020 kann der Zuschuss über das elektronische Antragssystem gestellt werden. Alle Informationen finden Hausbesitzer unter www.energiespeicherplus.de.

 
 
 
Quelle: Investitionsbank Berlin (IBB) / Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
 

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