Expertenrat

Kann man Klemmfilz für die Geschossdeckendämmung auch frei ausrollen?

Unser Experte Die Redaktion von Energie-Fachberater.de antwortet

Frage von Hermann M. am 07.03.2017 

Kann ich meine oberste Geschossdecke neben einer Lage Klemmfilz in den vorhandenen Balken auch mit einer zweiten, quer ausgerollten Lage Klemmfilz dämmen? Der Dachboden soll nicht begehbar sein.  

Antwort von Die Redaktion von Energie-Fachberater.de 

Die Dämmung kann auch frei verlegt werden. Achten Sie dabei darauf, die einzelnen Bahnen dicht nebeneinander zu verlegen. Hinweise zur richtigen Montage finden Sie zum Beispiel im Prospekt "URSA Steildach und oberste Geschossdecke" in unserem Prospektkiosk.

Um Bauschäden durch eventuell auftretende Feuchte zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen vor dem Beginn einen Energieberater zurate zu ziehen. Der kann die Konstruktion vor Ort bewerten und hilfreiche Tipps zu Dampfsperre und Aufbau geben. Einen Energieberater aus Ihrer Region finden Sie in der Energieberater-Suche.

Denken Sie daran, dass die Dämmung der obersten Geschossdecke auch gefördert wird. Von der KfW gibt es dabei 10 Prozent der förderfähigen Kosten. Den Zuschuss gibt es auch dann, wenn die Arbeiten selbst durchgeführt werden. Wichtig ist die Beantragung vor dem Beginn der Sanierung. Wie das funktioniert, erklärt Dipl.-Ing. Alexander Neumann im Beitrag "Förderung für die Dachbodendämmung".


Kommentare

Hermann M.

Ich möchte die oberste Geschossdecke dämmen. Sie soll nicht begehbar sein und das Dach ist sehr gut belüftet. Die Dämmung wird aus 300 mm starker Glaswolle bestehen. Funktioniert das ohne Dampfbremse?

Die Redaktion von Energie-Fachberater.de

In Ihrem Fall kann unter Umständen auf eine Dampfbremse unter der Dämmung verztichtet werden. Denn solange die Dämmebene nach oben nicht dicht abgeschlossen wird, wandert eventuell auftretende feuchte bis ins Dachgeschoss und wird dort abgeführt. 

Mehr zum Thema finden Sie in der Kategorie "Dachbodendämmung".

Da wir die Konstruktion aus der Ferne nicht einschätzen können, empfehlen wir Ihnen dennoch eine Beratung durch einen Energieexperten aus Ihrer Umgebung. Dieser kann die bauliche Situation prüfen und sicherstellen, dass keine Bauschäden auftreten. Planen Sie die Maßnahme fördern zu lassen, ist der Berater ohnehin nötig.

Einen Partner aus Ihrer Region finden Sie unter anderem in der Energie-Effizienz-Expertenliste der KfW.

Bitte beachten Sie: Unser Expertenrat "aus der Ferne" kann den Vor-Ort-Termin mit einem Energieberater oder Sachverständigen nicht ersetzen. Wir beantworten alle Fragen nach bestem Wissen, aber nicht rechtlich verbindlich, und übernehmen keine Haftung. Die Experten liefern einen Anhaltspunkt, wie eine Lösung des jeweiligen Problems aussehen könnte und welche Fragen der Hausbesitzer dazu noch klären muss.
 
 
 
 

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