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Kachelofen

Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen! Unterschieden werden Grundofen, Speicherofen und Warmluftkachelofen.

Ein wasserführender Kachelofen kann als zusätzliche Wärmequelle ins Heizsystem integriert werden.

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Kachelofen-Varianten: Grundofen, Speicherofen, Warmluftkachelofen
Die äußere Verkleidung eines Kachelofens besteht zu großen Teilen aus Ofenkacheln, Kachelsteinen oder verputzten Oberflächen. Zusatzfunktionen, wie zum Beispiel die Erwärmung von Trink- und Heizwasser über einen wasserführenden Kachelofen, sind möglich. Doch Kachelofen ist nicht gleich Kachelofen! Experten unterscheiden verschiedene Varianten.

Traditionell handwerklich hergestellt wird der so genannte Grundofen beziehungsweise Speicherofen. Er besitzt eine große Speichermasse aus Kacheln, Zementputz, Ton, Schamotte oder Speckstein. Der Grundofen oder Speicherofen ist ein fest mit dem Haus verbundener Kachelofen, der vor Ort eingebaut wird. Die Wärme des heißen Abgases wird in Heizgaszügen auf die Ofenmasse übertragen. Wie diese Heizgaszüge gestaltet sind, können Hausbesitzer mit dem Ofenbauer individuell vereinbaren. So sind beispielsweise die beliebten warmen Ofenbänke möglich. Ein Grundofen wird kurze Zeit bei Volllast betrieben, eine größere Holzmenge erzeugt dann in kurzer Zeit viel Wärme. Diese Wärme wird später über die Speichermasse mehrere Stunden lang an die Raumluft abgegeben, ohne dass neuer Brennstoff nachgelegt werden muss.

Eine andere Kachelofen-Variante ist der so genannte Warmluftofen oder Warmluftkachelofen. Ein Warmluftkachelofen besteht aus einem Heizeinsatz oder Kamineinsatz und nachgeschalteten Heizgaszügen aus Metall oder Keramik (Nachheizkasten genannt). Umgeben wird der Heizeinsatz von einer Heizkammer, die aus mineralischen Baustoffen wie Kacheln besteht. Die Wärmeabgabe erfolgt in diesem Fall vor allem über Warmluft (Konvektion) und zu einem geringen Teil über Strahlungswärme durch das Sichtfenster und die Ofenkacheln. Durch Öffnungen im unteren Bereich des Warmluftkachelofens wird Raumluft angesaugt, im Ofeninneren erwärmt und über verstellbare Luftgitter oder Lüftungskacheln wieder an den Raum angegeben. Über zusätzliche Warmluftkanäle können auch entfernt liegende Räume erwärmt werden. Im Vergleich zum Grundofen haben Warmluftkachelöfen eine geringere Speichermasse, sie geben nach dem Anheizen dafür schneller Wärme ab. Deshalb muss im Gegensatz zum Speicherofen auch nach dem Abbrennvorgang neuer Brennstoff (Scheitholz) nachgelegt werden.

Auch eine Kombination aus Speicherofen und Warmluftofen ist möglich: Bei diesen Systemen ist ein Warmluftkachelofen mit einem dem Feuerraum nachgeschalteten mineralischen Speicher versehen. Damit wird zwar nicht die Speicherleistung eines Grundofens erreicht, aber die Wärmeabgabe nach dem Verlöschen des Feuers kann im Vergleich zum Warmluftofen deutlich verlängert werden.

Wasserführender Kachelofen erwärmt mehrere Räume

Auch ein Kachelofen kann mehrere Räume erwärmen und in das Heizsystem eingebunden werden. Möglich macht es ein wasserführender Kachelofen, der seine Vorteile vor allem in der Übergangszeit im Frühjahr und Herbst ausspielt und die Zentralheizung ersetzen kann. Im Winter sorgt der Kachelofen dann für die Unterstützung der Heizung. Sinnvoll ist dabei ein Pufferspeicher, der überschüssige Wärme von allen Wärmeerzeugern (Kachelofen, Heizung, Solarthermie-Anlage) aufnimmt und nach Bedarf wieder abgibt. Ein wasserführender Kachelofen sollte unbedingt von einem Fachbetrieb installiert werden.

Kachelofen muss Emissionsanforderung erfüllen
Wer einen Kachelofen kauft muss darauf achten, dass er beim Kauf eine Herstellerbescheinigung erhält, die die Einhaltung der geforderten Emissionsgrenzwerte dokumentiert. Diese Bescheinigung belegt gegenüber dem Schornsteinfeger, dass die Anforderungen der ersten Bundesimmissionsschutz Verordnung (1. BImSchV) erfüllt werden. Darüber müssen Hausbesitzer klären, ob in ihrer Kommune ein so genanntes Verbrennungsverbot besteht. Dabei hilft ein Blick in den Bebauungsplan oder den Grundstückskaufvertrag.

Ofensanierung: Alten Kachelofen auf Vordermann bringen
Die 1. BImSchV regelt auch die Nachweispflicht der Emissionswerte für alte Kachelöfen und die Nachrüstpflichten. Außer Betrieb nehmen müssen Hausbesitzer ihren Kachelofen deshalb aber nicht, wenn er die Emissionswerte übersteigt oder ein zu altes Baujahr hat. Dann lässt sich entweder ein Filter nachrüsten oder der alte Heizeinsatz wird durch einen neuen Heizeinsatz ersetzt.

Kosten für einen Kachelofen
Ein einfacher Kachelofen ist ab circa 1.500 Euro erhältlich, dazu kommen noch die Kosten für den Anschluss und eine eventuelle Schornstein-Erneuerung. Teurer ist ein wasserführender Kachelofen. Dafür müssen Hausbesitzer mit Kosten zwischen 2.500 und 8.000 Euro rechnen, je nach Ofenmodell und äußerer Verkleidung fallen die Kosten sehr unterschiedlich aus. Ein Grundofen ist ab 5.000 Euro erhältlich.


Quelle: www.Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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