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03.10.2021
mehr zu Pelletheizung
 

Förderung für die Pelletheizung - Zuschuss oder Förderkredit

iSFP-Bonus und Extra-Bonus für emissionsarme Anlagen

Die Pelletheizung gehört zu den sogenannten Biomasseheizungen - die Wärme für Heizung und Warmwasser stammt komplett aus erneuerbaren Energien. Bei der Finanzierung werden Eigentümer:innen mit hoher Förderung unterstützt: Es gibt einen Zuschuss vom BAFA oder einen Förderkredit mit Tilgungszuschuss von der KfW. Alternativ steht der Steuerbonus zur Verfügung. Alle Infos und Details zur Förderung für die Pelletheizung.

Haus aus Euroscheinen auf Holzpellets
Die neue Heizung soll eine Pelletheizung sein? Der Zuschuss vom BAFA oder ein Förderkredit mit Tilgungszuschuss der KfW erleichtern die FinanzierungFoto: Deutsches Pelletinstitut

1. BAFA-Zuschuss für die Pelletheizung
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt einen attraktiven Zuschuss für die Pelletheizung zur Verfügung: Die Förderung beträgt 35 Prozent der förderfähigen Kosten. Zusätzliche sind verschiedene Bonus-Zahlungen möglich, so dass der maximale Zuschuss 55 Prozent der Kosten beträgt:

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Diese Voraussetzungen gelten für die Förderung der Pelletheizung:

  • Der "jahreszeitbedingte Raumheizungsnutzungsgrad" ƞs (= ETAs) gemäß Öko-Design-Richtlinie förderfähiger Biomasseanlagen muss bei durchschnittlichen Klimaverhältnissen mindestens 78 % erreichen.
  • Alternativer Nachweis für Anträge bis 31.12.2022: Der Kesselwirkungsgrad muss mindestens 90 % betragen. Bei Pelletöfen mit Wassertasche muss der feuerungstechnische Wirkungsgrad mindestens 91 % betragen.
  • Einhaltung der Emissionsgrenzwerte: Kohlenmonoxid: 200 mg/m3 bei Nennwärmeleistung, 250 mg/m3 bei Teillastbetrieb (soweit Brennstoffe nach § 3 Abs. 1 Nr. 8 der 1. BImSchV eingesetzt werden), staubförmige Emissionen: 15 mg/m³; bei Innovationsbonus Biomasse 2,5 mg/m3
  • automatische Beschickung
  • Leistungs- u. Feuerungsregelung sowie automatische Zündung
  • Pufferspeicher-Volumen von mindestens 30 Liter je kW Nennwärmeleistung
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage

Eine Liste der förderfähigen Pelletheizungen finden Sie hier.

Was kostet eine Pelletheizung? Hier können Sie kostenfrei und unverbindlich Angebote für Ihre neue Heizung einholen.

Wie wird der BAFA-Zuschuss für die Pelletheizung beantragt?
Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor der Auftragsvergabe online beim BAFA gestellt werden! Für die Antragstellung wird ein detaillierter Kostenvoranschlag benötigt. Da die im Antrag angegebenen Kosten später nicht erhöht werden können, sollten Eigentümer:innen darauf achten, dass das Angebot alle nötigen Positionen und Arbeiten enthält. --> BAFA-Föderung richtig beantragen

2. KfW-Kredit mit Tilgungszuschuss für die Pelletheizung
2.1. Förderung Einzelmaßnahmen: Maximal 60.000 Euro Förderkredit für Einzelmaßnahmen gibt es im KfW-Programm "BEG Wohngebäude Einzelmaßnahmen - 262". Dazu gibt es einen hohen Tilgungszuschuss, der dem BAFA-Zuschuss entspricht: 35 Prozent Zuschuss für eine Pelletheizung sind mindestens drin. Mit verschiedenen Bonus-Zahlungen sind maximal 55 Prozent Zuschuss möglich. --> KfW-Förderung richtig beantragen

2.2. Förderung Effizienzhaus: Wird die Pelletheizung nicht als Einzelmaßnahme eingebaut, sondern im Zuge einer Sanierung zum Effizienzhaus, stellt die KfW auch dafür eine Förderung bereit:

  • Zuschuss Effizienzhaus: Der Zuschuss für die Sanierung zum Effizienzhaus kann im KfW-Programm "BEG Wohngebäude - Zuschuss 461" beantragt werden. Maximal 75.000 Euro Zuschuss erhalten Eigentümer:innen dort für eine Komplettsanierung, je nachdem, welcher Effizienzhaus-Standard nach der Sanierung erreicht wird.
  • Kredit Effizienzhaus: Um einen Effizienzhaus-Standard zu erreichen, ist in der Regel eine umfangreiche energetische Sanierung notwendig. Dafür wird im KfW-Programm "BEG Wohngebäude - 261 Kredit" neben einem zinsgünstigen Kredit (maximal 150.000 Euro) zusätzlich ein Tilgungszuschuss (maximal 75.000 Euro) ausgezahlt.

Wichtig zu wissen: Die BEG-Förderung für Einzelmaßnahmen (BAFA und KfW) ist auf förderfähige Kosten von 60.000 Euro pro Jahr und Antrag begrenzt.

3. Alternative zur Förderung: Steuerbonus für die Sanierung
Wer die Förderung von KfW oder BAFA nicht in Anspruch nehmen möchte, kann die Kosten für die neue Pelletheizung von der Steuer absetzen. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer entsprechend reduziert, was bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Es müssen die gleichen technischen Mindestanforderungen wie bei BAFA und KfW erfüllt werden, die fachgerechte Umsetzung muss ein Fachbetrieb bescheinigen. Da die Förderung von BAFA und KfW aber deutlich höher ist als der Steuerbonus, lohnt sich diese Variante in der Regel nur, wenn der Antrag auf Förderung nicht rechtzeitig gestellt wurde und eine ausreichend hohe Steuerschuld vorhanden ist.

Wichtig: Eigentümer:innen können entweder die Förderung oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich.

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Quelle: energie-fachberater.de / BAFA / KfW
 
 

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