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Förderung für neue Fenster und Dachfenster

Zuschuss, günstiger Förderkredit, Steuerbonus für Fenstertausch

Sowohl als Einzelmaßnahme als auch bei einer kompletten Modernisierung erhalten Hausbesitzer eine KfW-Förderung für neue Fenster und Dachfenster. Das gilt auch für die so genannte Ertüchtigung der Fenster, also den Austausch der Fensterscheiben. Alle Infos und Tipps zum Zuschuss und Förderkredit der KfW für neue Fenster.
Spielzeughaus auf 100-Euro-ScheinenBild größer anzeigen
Die Fenster oder Dachfenster sollen erneuert werden? Die KfW unterstützt mit einer FörderungFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss (Programm 430)
Wer Haus oder Wohnung mit eigenen finanziellen Mitteln saniert und keinen Kredit benötigt, kann im Programm 430 einen Zuschuss beantragen. Maximal 48.000 Euro Zuschuss erhalten Hausbesitzer bei einer Sanierung zum Effizienzhaus, bei einzelnen Sanierungsmaßnahmen wie dem Austausch der Fenster beträgt der Zuschuss 20 Prozent der Sanierungskosten, maximal aber 10.000 Euro pro Wohneinheit.

Energieeffizient Sanieren - Kredit (151, 152)
Um einen KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen, ist in der Regel eine umfangreiche energetische Sanierung notwendig. Dafür wird im Programm 151 neben einem zinsgünstigem Kredit (maximal 120.000 Euro) zusätzlich ein Tilgungszuschuss (maximal 48.000 Euro) ausgezahlt.

Doch auch schon einzelne Sanierungsmaßnahmen können die Energiekosten deutlich reduzieren. Im Programm 152 fördert die KfW energetische Einzelmaßnahmen wie neue Fenster und neue Dachfenster. Vergeben werden langfristig zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Besonders attraktiv ist der Tilgungszuschuss: Er beträgt bei Einzelmaßnahmen wie neuen Fenstern 20 % des Kreditbetrags, maximal 10.000 Euro Tilgungszuschuss sind möglich.

Wichtiger Tipp: Lassen Sie sich immer alle Bestandteile des Angebots schriftlich geben, auch die energetischen Details. Fenster werden heute über die KfW schon mit einem mittleren Dämmwert von 0,95 W/m²K (für Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert, zu beachten ist dabei aber, dass dieser Wert des Gesamtfensters aus der Qualität des Glases, des Rahmens und der Glasabstandhalter berechnet werden muss. In vielen Angeboten wird standardmäßig nur der Dämmwert des Glases genannt. Für die KfW-Förderung der Fenster / Dachfenster ist ein Energieberater / Sachverständiger Pflicht, zugelassene Experten finden Sie hier. Die KfW-Förderung muss immer vor Beginn der Sanierung beantragt werden.

Zusätzlich müssen bei neuen Fenstern und Dachfenstern folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  1. Der Dämmwert der Außenwand beziehungsweise des Daches muss besser sein, als der Dämmwert des neuen Fensters oder Dachfensters. Wenn dies nicht der Fall ist, besteht eine erhöhte Gefahr von Tauwasserbildung an den Außenwänden. Wenn nötig, sollte also gleichzeitig mit der Fenstererneuerung auch der Dämmwert der Außenwände mit einer Fassadendämmung verbessert werden.
  2. Neue Fenster sind immer dichter als alte Fenster und müssen auch luftdicht eingebaut werden. Das bedeutet, wo sich früher Gebäude "von selbst" gelüftet haben, tun sie das mit neuen Fenstern nicht mehr. Es muss daher ein Lüftungskonzept erstellt werden, mit dem die Mindestlüftung zum Schutz vor Gebäudeschäden sichergestellt bzw. nachgewiesen wird. Nach dem Einbau neuer Fenster sollten Sie am besten mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen, um Ihr Lüftungsverhalten anzupassen.
  3. Fenster werden schon seit langer Zeit mit dem Dämmwert für das Gesamtfenster bewertet (Uw-Wert), der Dämmwert des Glases (Ug-Wert) allein ist nicht ausreichend. Die Glasabstandhalter spielen in der Gesamtbilanz eine große Rolle, fragen Sie daher unbedingt nach einer Ausführung mit "warmer Kante" oder thermisch verbessertem Randverbund. 
  4. KfW-Förderung richtig beantragen


Alternative zur KfW-Förderung: Steuerbonus für Sanierungskosten
Wer den Fenstertausch aus eigenen Mitteln finanziert und keine Förderung der KfW beantragt, kann den Steuerbonus für Sanierungskosten nutzen. Diese Steuerermäßigung lohnt sich vor allem für Eigentümer mit recht hoher Einkommensteuer. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was - je nach Steuerschuld - bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten abdecken kann. Die technischen Mindestanforderungen entsprechen denen der KfW-Förderung und müssen von einem Fachbetrieb bescheinigt werden. Ein Energieberater ist nicht Pflicht.

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Quelle: Energie-Fachberater.de / KfW
 

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