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21.01.2021
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Förderung für neue Fenster und Fenstertausch

Zuschuss, günstiger Förderkredit, Steuerbonus - die Details

Sowohl als Einzelmaßnahme als auch im Zuge einer kompletten Sanierung werden neue Fenster gefördert - je nach Maßnahme entweder als Zuschuss vom BAFA oder als Kredit von der KfW. Das gilt auch für die so genannte Ertüchtigung der Fenster, also den Austausch der Fensterscheiben. Alle Infos und Tipps zur Förderung für neue Fenster.

Spielzeughaus auf 100-Euro-Scheinen
Die Fenster sollen erneuert werden? Eigentümer werden dabei mit einer Förderung unterstützt, von der KfW und vom BAFAFoto: KfW-Bildarchiv / Fotoagentur: photothek.net

Zuschuss für neue Fenster
Wer die neuen Fenster mit eigenen finanziellen Mitteln saniert und keinen Kredit benötigt, kann beim BAFA einen Zuschuss für einzelne Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle beantragen. Damit die Förderung greift, müssen sich die Kosten für die Sanierung auf mindestens 2.000 Euro belaufen. Der Zuschuss beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten.
Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent ist möglich, wenn der Fenstertausch als Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war = iSFP-Bonus. Für die Förderung ist die Einbindung eines Energieberaters Pflicht. Für die entstehenden Kosten gibt es den Zuschuss für Fachplanung und Baubegleitung in Höhe von 50 Prozent.

Soll der Fenstertausch nicht als Einzelmaßnahme, sondern im Rahmen einer Komplettsanierung erfolgen, kann ein Zuschuss für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus im KfW-Programm 430 beantragt werden. Maximal 48.000 Euro Zuschuss erhalten Hausbesitzer dort für eine Komplettsanierung, je nachdem, welcher Effizienzhaus-Standard nach der Sanierung erreicht wird. Auch hier ist Einbindung eines Energieberaters Pflicht.

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Förderkredit mit Tilgungszuschuss für neue Fenster von der KfW
Schon einzelne Sanierungsmaßnahmen wie der Einbau neuer Fenster können die Energiekosten deutlich reduzieren. Im Programm 152 fördert die KfW deshalb energetische Einzelmaßnahmen wie neue Fenster und neue Dachfenster mit einem Förderkredit. Vergeben werden langfristig zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit. Besonders attraktiv ist der Tilgungszuschuss: Er beträgt bei Einzelmaßnahmen wie neuen Fenstern 20 Prozent des Kreditbetrags, maximal 10.000 Euro Tilgungszuschuss sind möglich.

Förderkredit für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus: Um einen KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen, ist in der Regel eine umfangreiche energetische Sanierung notwendig. Dafür wird im Programm 151 neben einem zinsgünstigem Kredit (maximal 120.000 Euro) zusätzlich ein Tilgungszuschuss (maximal 48.000 Euro) ausgezahlt.

Wichtiger Tipp: Lassen Sie sich immer alle Bestandteile des Angebots schriftlich geben, auch die energetischen Details. Fenster werden schon mit einem mittleren Dämmwert von 0,95 W/m²K (für Dachfenster 1,0 W/m²K) gefördert, zu beachten ist dabei aber, dass dieser Wert des Gesamtfensters aus der Qualität des Glases, des Rahmens und der Glasabstandhalter berechnet werden muss. In vielen Angeboten wird standardmäßig nur der Dämmwert des Glases genannt. Für alle Förderungen ist die Einbindung eines Energieberaters / Sachverständigen Pflicht! Zugelassen sind alle Sach­verständigen, die in der Experten­liste für Förder­programme des Bundes geführt sind. Sowohl die Förderung des BAFA als auch die KfW-Förderung muss immer vor Beginn der Sanierung beantragt werden!


Zusätzlich müssen bei neuen Fenstern folgende Aspekte berücksichtigt werden:

  • Der Dämmwert der Außenwand beziehungsweise des Daches muss besser sein, als der Dämmwert des neuen Fensters. Wenn dies nicht der Fall ist, besteht eine erhöhte Gefahr von Tauwasserbildung an den Außenwänden. Wenn nötig, sollte also gleichzeitig mit der Fenstererneuerung auch der Dämmwert der Außenwände mit einer Fassadendämmung verbessert werden.
  • Neue Fenster sind immer dichter als alte Fenster und müssen auch luftdicht eingebaut werden. Das bedeutet, wo sich früher Gebäude "von selbst" gelüftet haben, tun sie das mit neuen Fenstern nicht mehr. Es muss daher ein Lüftungskonzept erstellt werden, mit dem die Mindestlüftung zum Schutz vor Gebäudeschäden sichergestellt bzw. nachgewiesen wird. Nach dem Einbau neuer Fenster sollten Sie am besten mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit messen, um Ihr Lüftungsverhalten anzupassen.
  • Fenster werden schon seit langer Zeit mit dem Dämmwert für das Gesamtfenster bewertet (Uw-Wert), der Dämmwert des Glases (Ug-Wert) allein ist nicht ausreichend. Die Glasabstandhalter spielen in der Gesamtbilanz eine große Rolle, fragen Sie daher unbedingt nach einer Ausführung mit "warmer Kante" oder thermisch verbessertem Randverbund. 
  • KfW-Förderung richtig beantragen

Alternative zur KfW-Förderung: Steuerbonus für Sanierungskosten
Wer den Fenstertausch aus eigenen Mitteln finanziert und keine Förderung der KfW beantragt, kann den Steuerbonus für Sanierungskosten nutzen. Diese Steuerermäßigung lohnt sich vor allem für Eigentümer mit recht hoher Einkommensteuer. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was - je nach Steuerschuld - bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten abdecken kann. Die technischen Mindestanforderungen entsprechen denen der KfW-Förderung und müssen von einem Fachbetrieb bescheinigt werden. Ein Energieberater ist nicht Pflicht.

Was kosten neue Fenster? Hier können Sie kostenfrei und unverbindlich Angebote für den Fenstertausch einholen!

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Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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