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03.02.2020
mehr zu Solarthermie
 

Förderung für Solarthermie-Anlagen

Zuschuss vom BAFA, zinsgünstiger Kredit von der KfW

Solarthermie-Anlagen sind mittlerweise Klassiker, wenn erneuerbare Energien zur Heizung kombiniert werden sollen. Gefördert werden die Solaranlagen sowohl mit einem Zuschuss über das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) als auch über zinsgünstige Kredite der KfW. Alternativ steht Eigentümern der Steuerbonus zur Verfügung. Alle Infos und Details zur Förderung von Solarthermie.

Hausdach mit Photovoltaik und SolarthermieBild größer anzeigen
Sowohl BAFA als auch KfW greifen Eigentümern beim Thema Solarthermie finanziell unter die ArmeFoto: Energie-Fachberater.de

Zuschuss für Solarthermie-Anlagen vom BAFA
Das BAFA fördert Solarthermie-Anlagen mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Für den BAFA-Zuschuss muss die Solaranlage zur Heizungsunterstützung eine Mindestgröße der Kollektorfläche aufweisen. Hierbei wird zwischen Röhrenkollektoren und Flachkollektoren unterschieden:

  • Flachkollektoren: mind. 9 m2 Mindestfläche
  • Vakuumröhrenkollektoren: mind. 7 m2 Mindestfläche
  • Luftkollektoren: keine Mindestfläche

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Auch für den Pufferspeicher ist das Mindest-Volumen definiert:

  • Flachkollektoren: 40 Liter/m2 Kollektorfläche
  • Vakuumröhrenkollektoren: 50 Liter/m2 Kollektorfläche
  • Luftkollektoren: kein Pufferspeicher erforderlich

Solarthermie-Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung müssen mindestens 3 m2 Bruttokollektorfläche und 200 Liter Pufferspeichervolumen aufweisen.

Eine Liste der förderfähigen Solaranlagen finden Sie hier.

Wie wird der BAFA-Zuschuss für Solarthermie beantragt?
Der Antrag auf Förderung muss unbedingt vor der Auftragsvergabe online beim BAFA gestellt werden! Für die Antragstellung wird ein detaillierter Kostenvoranschlag benötigt. Da die im Antrag angegebenen Kosten später nicht erhöht werden können, sollten Eigentümer für ihre Angaben einen Puffer einplanen und die veranschlagten Kosten großzügig aufrunden.

KfW-Förderung zur Finanzierung der Solarthermie-Anlage
Wer zusätzlich zum BAFA-Zuschuss eine Finanzierung für die Solarthermie-Anlage benötigt, kann einen zinsgünstigen Kredit im KfW-Programm 167 "Energieeffizient Sanieren - Ergänzungskredit" beantragen. Bis zu 50.000 Euro Kredit pro Wohneinheit gibt es hier für die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Das Programm lässt sich mit der BAFA-Förderung kombinieren. Dabei darf die Summe aus Kredit und Zuschuss aber die Gesamt­kosten der Heizungs­erneuerung nicht über­steigen. Achtung: Auch die KfW-Förderung muss vor der Installation der Solaranlage beantragt werden! Die technischen Mindestanforderungen sind die gleichen wie beim BAFA-Zuschuss

Alternative zur Förderung: Steuerbonus für die Sanierung
Wer die Förderung von KfW oder BAFA nicht in Anspruch nehmen möchte, kann die Kosten für seine Solarthermie-Anlage zwischen 2020 und 2029 von der Steuer absetzen. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer entsprechend reduziert, was bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Maximal können innerhalb von drei Jahren 40.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden. Es müssen die gleichen technischen Mindestanforderungen wie bei BAFA und KfW erfüllt werden, die fachgerechte Umsetzung muss ein Fachbetrieb bescheinigen. Da der BAFA-Zuschuss höher ist als der Steuerbonus, lohnt sich diese Variante in der Regel nur, wenn Eigentümer vergessen haben, den Antrag auf Förderung rechtzeitig zu stellen.

Wichtig: Hausbesitzer können entweder die Förderung oder den Steuerbonus in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich!

Auch regionale Förderprogramme für Solarthermie können attraktiv sein
Neben diesen bundesweit verfügbaren Förderprogrammen existieren viele regionale Förderprogramme, die Solarthermie-Anlagen in verschiedensten Formen fördern. Häufig wird Solarthermie auch über die regionalen Energieversorger gefördert. Hausbesitzer sollten deshalb unbedingt im Vorfeld auch dort nachfragen und sich über die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Förderungen informieren.

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 

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