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04.03.2021

Förderung für die Kellerdeckendämmung - Zuschuss oder Kredit

Tipps zur Beantragung von Fördermitteln für Wärmschutz im Keller

Wer für die Dämmung der Kellerdecke eine Förderung in Anspruch nehmen möchte, muss statt des gesetzlich geforderten U-Wertes von 0,30 W/m²K sogar einen U-Wert von 0,25 W/m²K erreichen. Attraktiv ist die Förderung trotzdem, zur Auswahl stehen ein Zuschuss vom BAFA und ein Förderkredit der KfW, alternativ ist der Steuerbonus möglich. Alle Infos und Details zur Förderung für die Kellerdeckendämmung.

50-Euro-Scheine, 2-Euro-Münzen
Wer für die Dämmung der Kellerdecke eine Förderung in Anspruch nehmen möchte, kann diese beim BAFA (Zuschuss) oder bei der KfW (Förderkredit) beantragenFoto: energie-fachberater.de

Um eine Förderung für die Kellerdeckendämmung zu erhalten, müssen die technischen Mindestanforderungen erfüllt werden. Dazu gehört neben dem U-Wert von maximal 0,25 W/m²K auch eine luftdichte und wärmebrücken-minimierte Ausführung.

1. Zuschüsse für die Dämmung der Kellerdecke

1.1. BAFA-Zuschuss für die Kellerdeckendämmung als Einzelmaßnahme im Förderprogramm "Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)"
Wer die Dämmung seiner Kellerdecke selbst finanziert und keinen Kredit benötigt, kann beim BAFA einen Zuschuss für einzelne Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle beantragen. Dafür müssen sich die Kosten für die Sanierung auf mindestens 2.000 Euro belaufen.
Der Zuschuss für die Kellerdeckendämmung beträgt 20 Prozent der förderfähigen Kosten. Ein zusätzlicher Bonus in Höhe von 5 Prozent ist möglich, wenn die Dämmung der Kellerdecke als Maßnahme im individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) enthalten war = iSFP-Bonus. Für die Förderung ist die Einbindung eines Energieberaters Pflicht. Für die entstehenden Kosten gibt es den Zuschuss für Fachplanung und Baubegleitung in Höhe von 50 Prozent. Die förderfähigen Kosten für einzelne Sanierungsmaßnahmen sind auf 60.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Der maximale Zuschuss beträgt also 12.000 Euro.

1.2. KfW-Zuschuss für die Kellerdeckendämmung bei Komplettsanierung
Soll die Dämmung der Kellerdecke nicht als Einzelmaßnahme, sondern im Rahmen einer Komplettsanierung erfolgen, kann ein Zuschuss für die Sanierung zum KfW-Effizienzhaus im KfW-Programm 430 beantragt werden. Maximal 48.000 Euro Zuschuss erhalten Eigentümer:innen dort für eine Komplettsanierung, je nachdem, welcher Effizienzhaus-Standard nach der Sanierung erreicht wird. Auch hier ist Einbindung eines Energieberaters Pflicht, für die Kosten gibt es einen Zuschuss.

2. Förderkredite für die Kellerdeckendämmung

2.1. Förderkredit mit Tilgungszuschuss für die Dämmung der Kellerdecke von der KfW
Auch einzelne Sanierungsmaßnahmen werden mit einem Förderkredit der KfW gefördert. Im Programm 152 gibt es zinsgünstige Darlehen für die Kellerdeckendämmung, bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit sind möglich. Besonders attraktiv ist der Tilgungszuschuss: Er beträgt bei Einzelmaßnahmen 20 Prozent des Kreditbetrags, maximal 10.000 Euro Tilgungszuschuss sind möglich.

2.2. Förderkredit der KfW für eine Sanierung zum KfW-Effizienzhaus
Um einen KfW-Effizienzhaus-Standard zu erreichen, ist in der Regel eine umfangreiche energetische Sanierung notwendig. Dafür wird im Programm 151 neben einem zinsgünstigem Kredit (maximal 120.000 Euro) zusätzlich ein Tilgungszuschuss (maximal 48.000 Euro) ausgezahlt.
Hinweis: Mitte 2021 ändert sich die Förderung der KfW. Hier finden Sie einen Überblick zur Bundesförderung für effiziente Gebäude.

Tipps zur Antragstellung
Der Antrag auf Förderung muss vor Beginn der Kellerdeckendämmung eingereicht werden, außerdem ist die Einbindung eines Experten aus der Liste der Energieeffizienz-Experten für Förderprogramme des Bundes Pflicht. Grundlage für den Förderantrag ist ein ausführlicher Kostenvoranschlag, das Handwerksunternehmen darf noch nicht mit der Umsetzung beauftragt sein.

Weiterlesen: KfW-Förderung richtig beantragen

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Steuerbonus als Alternative zur Förderung
Wer die Förderung nicht möchte oder die Antragstellung im Vorfeld der Sanierung vergessen hat, kann die Kosten für die Kellerdeckendämmung von der Steuer absetzen. Erstmals ist das in dem Jahr möglich, in dem die Dämmung fertiggestellt wurde. Verteilt auf drei Jahre wird die Einkommensteuer reduziert, was - je nach Steuerschuld - bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten abdecken kann. Maximal können innerhalb von drei Jahren 40.000 Euro von der Steuer abgesetzt werden. Energieberater/Sachverständige sind hierfür nicht verpflichtend, die technischen Mindestanforderungen sind identisch wie bei der Förderung! Die fachgerechte Umsetzung muss der Fachbetrieb bescheinigen.

Bitte beachten Sie: Eigentümer:innen können entweder eine Förderung oder den Steuerbonus für ihre Kellerdeckendämmung in Anspruch nehmen, eine Kombination ist nicht möglich!

Was kostet eine Dämmung der Kellerdecke? Hier können Sie kostenfrei und unverbindlich Angebote für die Kellerdeckendämmung einholen!

 
 
 
Quelle: energie-fachberater.de
 
 

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