Der russische Krieg gegen die Ukraine und die daraus folgende Energiekrise hat uns in diesem Jahr mehr als alles andere beschäftigt. Energiespartipps sind aktuell an der Tagesordnung, um die enormen Preissteigerungen abzufedern und knappes Gas zu sparen. Dem Ausbau der erneuerbaren Energien hat die Energiekrise deutlichen Rückenwind gegeben. Mehr Eigentümer als je zuvor informieren sich über Solarenergie und rüsten ihre Heizung um.
...und täglich grüßt die Förderung
Das Jahr begann schon mit einem Paukenschlag, allerdings keinem positiven: Ende Januar hat die KfW einen umfassenden BEG-Förderstopp verhängt, viele Vorhaben hingen auf einmal in der Luft. Nach einem Neustart der Förderung hat die Energiekrise den Run auf die Bundesförderung für effiziente Gebäude befeuert: Viele Eigentümer wollten 2022 ihre Gasheizung gegen eine Heizung auf Basis erneuerbarer Energien tauschen und die Zuschüsse des BAFA dafür beantragen. Als dann im Sommer eine Änderung der Förderbedingungen für Mitte August angekündigt wurde, liefen im BAFA die Antragsformulare heiß: Allein von Ende Juli bis Mitte August dieses Jahres gingen rund 300.000 Förderanträge dort ein - fast so viele wie im gesamten Vorjahr! Die Folgen spüren Eigentümer:innen leider noch immer, die Antragsflut führte zu deutlich längeren Bearbeitungszeiten. Aktuell müssen Antragsteller 19 Wochen auf ihren Zuwendungsbescheid warten, dann nochmal 24 Wochen bis zum Auszahlungsbescheid.
Insgesamt sind 2022 beim BAFA über 740.000 Anträge in der BEG-Förderung eingegangen - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. (2021 waren es mehr als 330.000 Anträge, 2020 rund 280.000). Die bewilligten Mittel sind ebenfalls stark gestiegen, auf mehr als 10 Milliarden Euro (2021 rund 5,3 Mrd. Euro, 2020 3,2 Mrd. Euro).
Auch bei der Energieberatung für Wohngebäude sind die Zahlen deutlich gestiegen: Mit rund 130.000 Anträgen hat sich Nachfrage gegenüber dem Vorjahr (rund 73.000 gestellte Anträge) fast verdoppelt und im Vergleich zu 2020 (rund 25.000 Anträge) mehr als verfünffacht.
Viele Bundesländer haben in diesem Jahr einen neuen Anlauf genommen bei der Förderung von Solarstromspeichern und Photovoltaik-Anlagen - mit so großem Erfolg, dass die Fördermittel meistens innerhalb weniger Stunden ausgeschöpft waren. Welche Förderprogramme es aktuell noch gibt, sehen Sie hier.
Kostenexplosion
Sowohl die Energiekosten als auch die Material- und Handwerkerkosten sind in diesem Jahr stark gestiegen. Die Bundesregierung versucht mit Entlastungspaketen gegenzusteuern. Dazu kamen noch Lieferschwierigkeiten in fast allen Segmenten - darüber sind so manchem Eigentümer in diesem Jahr graue Haare gewachsen.
Wasser marsch?
Während 2021 Starkregen und Überflutungen das Thema waren, dominierte 2022 eine monatelange Trocken- und Hitzeperiode die Nachrichtenlage in ganz Europa. Tipps für einen sparsamen Umgang mit Wasser waren an der Tagesordnung - für Haus und Garten gleichermaßen. Hitzeschutz für Haus und Bewohner sowie trockenheitsresistente Pflanzen für den Garten werden künftig immer wichtiger.
Infolge der schlimmen Überflutungen im Ahrtal war eine verpflichtende Elementarschadenversicherung für alle Eigentümer im Gespräch. Dem hat die Bundesregierung nun kurz vor Weihnachten zunächst eine Absage erteilt. Weitere Gespräche sollen aber folgen, die Pflicht ist noch nicht vom Tisch. Zentrales Anliegen der Bundesregierung ist, dass mehr Gebäude gegen Naturgefahren versichert sind. Derzeit trifft das nur auf rund die Hälfte der Gebäude zu.
Nach der Novelle ist vor der Novelle
Novelle hier, Änderungsverordnung da, Entlastungspaket und Preisbremse rauf und runter - die Tagesordnung von Bundestag und Bundesrat war in diesem Jahr unser ständiger Begleiter. Alle Artikel zu rechtlichen Voraussetzungen und Förderbedingungen auf aktuellem Stand zu halten, war die größte Herausforderung. Über Änderungen und Neuerungen informieren wir nach Möglichkeit tagesaktuell auf dem Portal und in den Social-Media-Kanälen sowie 14-tägig in unserem Newsletter, den inzwischen rund 10.000 Interessierte abonniert haben.
Und was hat Sie 2022 interessiert? Diese 10 Artikel wurden in diesem Jahr am häufigsten gelesen:
Ja, das ist möglich. Der Förderhöchstbetrag bezieht sich immer auf ein Gebäude. Beantragen Sie Fördermittel für mehrere, voneinander ...
Antwort lesen »Zur Förderung einer PV-Anlage gibt es vom Staat aktuell nur einen günstigen Kredit, den Sie in Anspruch nehmen können. Darüber hinaus ...
Antwort lesen »Nach Angaben des BMWE ist die fachgerechte Entsorgung durch das Fachunternehmen bzw. die Energieeffizienz-Expertin oder den ...
Antwort lesen »Der Zähler ist grundsätzlich mit dem Einbau der Wärmepumpe förderbar. Wichtig ist, dass Sie die Fördermittel vor Maßnahmenbeginn beantragt ...
Antwort lesen »Hier verweisen wir auf Punkt 1.12 der FAQ zur BEG‑Förderung. Darin heißt es: "Bei Maßnahmen, die in Eigenleistung erbracht werden, sind nur ...
Antwort lesen »Nach Rücksprache mit der KfW ist eine pauschale Antwort hier leider nicht möglich. Sie müssen den Heizungstausch mitteilen, anschließend ...
Antwort lesen »Gebäude sind hier in aller Regel als Ganzes zu betrachten. Hält das Gebäude die Vorgaben der WSchV von 1977 noch nicht ein, gilt § 80 ...
Antwort lesen »Wenn Sie die Dachsanierung nachvollziehbar in mehrere Abschnitte aufteilen können, ist es möglich, die Förderung zweimal zu beantragen. ...
Antwort lesen »Nach Rücksprache mit der KfW muss lediglich der Wärmeerzeuger nachweislich entsorgt werden. Sie können die Entsorgung des Öltanks jedoch ...
Antwort lesen »Nach Rücksprache mit der KfW fördert diese das Vorhaben auch, wenn die Einkünfte aus Kapitalvermögen über dem Sparerfreibetrag liegen. Zu ...
Antwort lesen »Im Infoblatt zu den förderbaren Kosten sind übliche Umfeldmaßnahmen bei der Förderung der Fenster aufgeführt. Hier finden Sie unter anderem ...
Antwort lesen »Nach Rücksprache mit der KfW spielt das Alter des Grundbuchauszugs keine Rolle, sofern dieser den Zustand zum Zeitpunkt der Antragstellung ...
Antwort lesen »Die Kosten trägt der Mieter. In Zukunft ändert sich das laut GMoD. Denn dann trägt auch der Vermieter einen Teil der Kosten. Konkret geht ...
Antwort lesen »Grundsätzlich können Sie die Dämmung in beiden Fällen fördern lassen. Sinnvoll wäre es dann in der Regel, gleich das Dach zu dämmen. Die ...
Antwort lesen »In diesem Fall empfehlen wir Ihnen den Kontakt zu einem Kaminbauer oder zu einem Schornsteinfeger aus Ihrer Region. Die Experten nehmen die ...
Antwort lesen »Die Sorge ist hier berechtigt. Denn dringt Luft in die Konstruktion ein, kann sich im Spalt Feuchtigkeit ansammeln und Schäden verursachen. ...
Antwort lesen »Möchten Sie Fördermittel für die Klimaanlage beantragen, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Zum einen muss die Anlage den ...
Antwort lesen »Die Innendämmung ist in Bezug auf Feuchtigkeit immer kritisch, vor allem im Badezimmer. Denn hier entsteht in sehr kurzer Zeit sehr viel ...
Antwort lesen »Für das Haushaltsjahreseinkommen ist der Durchschnitt aus den zu versteuernden Einkommen des zweiten und dritten Jahres vor Antragseingang ...
Antwort lesen »Wurde das Dach nicht fachgerecht abgedichtet, kann es zu feuchtebedingten Schäden und Schimmel kommen. Auch höhere Wärmeverluste sind dann ...
Antwort lesen »Mit Verbrauchsdaten von drei aufeinanderfolgenden Abrechnungsjahren ist das grundsätzlich möglich. Das gilt auch für den Einsatz eines ...
Antwort lesen »Ja, das ist grundsätzlich möglich. Zu beachten ist allerdings, dass Ihnen das Budget an förderbaren Kosten (aktuell 28.000 für eine ...
Antwort lesen »Sie benötigen die Bestätigung eines Fachhandwerkers oder eines Energieberaters. Mit dieser erklären die Experten gegenüber der KfW, dass ...
Antwort lesen »Eine Sperrfrist greift erst dann, wenn Sie die Förderung stornieren. Haben Sie bereits Mittel beantragt und möchten Sie erneut Fördermittel ...
Antwort lesen »Wir gehen davon aus, dass das nicht möglich ist. Denn immer dann, wenn eine Maßnahme nicht durch ein Fachunternehmen durchgeführt wird, ...
Antwort lesen »Nein. Auch wenn Sie beide Wohnungen selbst bewohnen würden, bekämen Sie den Bonus immer nur für eine Wohnung. Das gilt zumindest dann, wenn ...
Antwort lesen »Wenn die Meldebescheinigung für nicht rechtmäßig erklärt wird, erfüllen Sie die Voraussetzungen zur Förderung nicht und erhalten die Mittel ...
Antwort lesen »Brauchwasser-Wärmepumpen werden selbst nicht gefördert. Fördermittel erhalten Sie für die Geräte allerdings als Umfeldmaßnahme beim Einbau ...
Antwort lesen »Ja, das ist möglich. Sie haben ein Budget förderbarer Kosten von aktuell noch 28.000 Euro. Dieses können Sie mit beliebig vielen Anträgen ...
Antwort lesen »Die Gipskartonplatten haben tatsächlich eine schützende Funktion. Nutzen Sie den nicht ausgebauten Raum regelmäßig, können Sie die Schicht ...
Antwort lesen »Finden Sie Energieberater, Handwerker und Sachverständige vor Ort