09.08.2019
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Förderdeckel für Photovoltaik-Anlagen wohl schon 2020 erreicht

Tipps für eine wirtschaftliche Solarstromanlage

Wer nach den aktuell geltenden Regeln noch eine Einspeisevergütung für Solarstrom erhalten möchte, sollte mit der Inbetriebnahme einer Photovoltaik-Anlage nicht zu lange warten. Der Förderdeckel für Photovoltaik-Anlagen wird voraussichtlich schon 2020 erreicht, danach sieht das EEG keine Einspeisevergütung für Solarstrom mehr vor. Es soll zwar eine Anschlussreglung geben, die Ausgestaltung ist aber noch offen.

Hausdach mit Photovoltaik und SolarthermieBild größer anzeigen
Die Einspeisevergütung, wie wir sie kennen, ist ein Auslaufmodell. Schon 2020 könnte der Förderdeckel erreicht seinFoto: Energie-Fachberater.de

Jede erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom setzt im Durchschnitt 474 Gramm CO2 frei. Anders ist es bei der Photovoltaik: Umweltfreundlicher Solarstrom ist fast CO2-frei. Für selbst erzeugten Photovoltaik-Strom, der im eigenen Haushalt verbraucht wird, sparen Hausbesitzer die Bezugskosten ein. Sie betragen aktuell etwa 30 Cent pro kWh. Der überschüssige Strom wird ins Stromnetz eingespeist und der Anlagenbetreiber bekommt dafür etwa 10 Cent pro kWh. Maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage ist deshalb ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil.

Photovoltaik-Anlagen mit Solarstromspeicher derzeit nicht wirtschaftlicher
Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöht werden. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit der Photovoltaik-Anlage oft schlechter, wenn ein Solarstromspeicher eigesetzt wird. Gründe hierfür sind die noch hohen Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. Eigentümer, die sich dennoch einen Solarstromspeicher anschaffen wollen, sollte unbedingt darauf achten, dass dieser richtig dimensioniert wird. Maßstäbe für die Größe eines Batteriespeichers sind die Höhe des Strombedarfs sowie die Größe der Photovoltaik-Anlage. Bei zu großer Speicherdimensionierung entstehen unnötig hohe Kosten, denen ein bestenfalls geringer Nutzen gegenübersteht. Derzeit gibt es zwar keine bundesweite Förderung für Solarstromspeicher, Bundesländer wie Baden-Württemberg und Bayern bieten aber Zuschüsse an. Auch diese Förderung verbessert die Wirtschaftlichkeit der Batteriespeicher.

Einspeisevergütung für Solarstrom fällt voraussichtlich 2020 weg
Nach Erreichen einer Obergrenze sieht das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) keine Einspeisevergütung für Solarstrom mehr vor. Dieser Förderdeckel wird voraussichtlich 2020 erreicht. Wie die Anschlussregelung aussehen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Wer also das bisherige Modell der Einspeisevergütung nutzen möchte, sollte seine Photovoltaik-Anlage in den nächsten Monaten in Betrieb nehmen.

Rechenbeispiel
Kosten und Erträge einer 4 Kilowatt-Peak-Photovoltaik-Anlage


Kosten
Investitionskosten: ca. 4.800 Euro
Laufende Kosten (Wartung, Stromzähler u. Versicherung): typischerweise 150 Euro pro Jahr

Erträge
(für eine Jahresstromproduktion von 3.600 kWh mit 70 Prozent Einspeisung und 30 Prozent Eigenverbrauch)
Verbrauchseinsparung pro Jahr: 324 Euro
Eispeisevergütung pro Jahr: 250 Euro

Aktuelle Empfehlungen zur Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Anlagen finden Sie hier.

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Quelle: Verbraucherzentrale Energieberatung / Energie-Fachberater.de
 

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