17.02.2017
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Abgehängte Decke verbessert Schallschutz im Altbau

Spezielle Deckenkonstruktion und Dämmung gegen den Lärm

Stille ist im hektischen Alltag oft Luxus. Vor allem Altbau-Bewohner können davon auch in den eigenen vier Wänden ein Lied singen: Von Schallschutz keine Spur. Doch mit der Lärmbelastung durch Trittschall und Luftschall muss und sollte sich niemand abfinden - denn Lärm macht krank. So kann zum Beispiel eine abgehängte Decke den Schallschutz eines Altbaus erheblich verbessern.

Montage Gipsplatte in abgehängte DeckeBild größer anzeigen
Eine abgehängte Decke kann den Schallschutz eines Altbaus erheblich verbessernFoto: Knauf Gips KG
Anker-Schnellabhänger für schallentkoppelte Decke
Spezielle Federelemente zur Befestigung der Unterkonstruktion bieten Schallwellen weniger AngriffsflächeFoto: Saint-Gobain Rigips GmbH

Ob spielende Kinder, Musik von den Nachbarn oder Laufgeräusche - oft lassen Decken im Altbau Geräusche ungebremst durch. Da fällt es den Bewohnern leicht, zugunsten des Schallschutzes auf etwas Raumhöhe zu verzichten. Durch eine abgehängte Decke erhalten sie für ein paar Zentimeter Raumhöhe weniger ein dickes Plus beim Wohnkomfort.

Abgehängte Decke für mehr Schallschutz - darauf müssen Haus- und Wohnungsbesitzer achten
Damit die Deckenkonstruktion den Schallschutz wirklich verbessert, sollten einige wichtige Punktet beachtet werden:

1. Schallentkoppelte Unterkonstruktion
Die Unterkonstruktion für die abgehängte Decke kann aus Holz oder Metallprofilen erstellt werden. Wichtig ist dabei, dass die Grundlattung beziehungsweise die Profile, die direkt an der Decke befestigt werden, mit Dämmstreifen unterlegt werden. Das sorgt für eine schalltechnische Entkopplung von der Decke. Auch zur Wand sollte die Unterkonstruktion keinen Kontakt haben. Auch die folgende Traglattung muss sorgfältig schallentkoppelt werden. Dazu werden die Holzlatten oder Metallprofile mit so genannten federnden Abhängern (auch Schingabhänger genannt) an der Grundlattung befestigt. Diese Federelemente bieten Schallwellen weniger Angriffsfläche.

2. Dämmung aus weichem Faserdämmstoff
Zwischen den Latten beziehungsweise Profilen sollte eine Dämmung dicht gestoßen eingebaut werden. Zur Verbesserung des Schallschutzes eignen sich vor allem weiche Faserdämmstoffe, die den Schall schlucken. So verbessern zum Beispiel Glaswolle, Steinwolle und Holzfaserdämmstoffe den Schallschutz. Auch eine Einblasdämmung mit Zellulose ist möglich.

3. Deckenverkleidung (Beplankung)
Zuletzt wird die abgehängte Decke mit Gipsplatten verkleidet. Wer herkömmliche Gipsplatten dazu verwendet, sollte möglichst zwei Lagen übereinander befestigen. Viele Hersteller bieten inzwischen aber auch spezielle Gipsplatten zur Verbesserung des Schallschutzes an. Diese sorgen auch schon bei einer Lage für deutlich mehr Ruhe.

Viele Hersteller haben in der Regel auch ein komplettes, abgestimmtes System für die Verbesserung des Schallschutzes durch angehängte Decken im Programm. Für diese Systeme sind dann auch Angaben verfügbar, in welcher Größenordnung sich der Schallschutz verbessert. 

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Quelle: Energie-Fachberater.de
 

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