10 Jahre Ratgeber Sanierung
23.09.2013

Nach der Bundestagswahl: Viele Aufgaben in Sachen Energiewende

Neue Chancen für Steuerbonus, Neustart beim Energieausweis?

Schon vor der Bundestagswahl stand fest: Auf die künftige Regierung warten viele Aufgaben, wenn die Energiewende gelingen soll. Doch wie es weitergeht für private Hausbesitzer bei Förderung, Steuerbonus für energetische Sanierungen und Energieausweis wird erst einmal Gegenstand harter Verhandlungen. Denn egal, ob Deutschland von einer großen Koalition oder schwarz-grün regiert wird - die Ausgangspositionen sind denkbar unterschiedlich.

Fassadensanierung: Haus mit GerüstBild größer anzeigen
Nach der Bundestagswahl bleibt es weiter spannend für private Hausbesitzer: Im Poker um eine künftige Koalition muss auch ausgefochten werden, wie es weitergeht mit der Energiewende, der energetischen Sanierung und der staatlichen Förderung von EnergieeffizienzFoto: Energie-Fachberater.de

Jede Partei hat im Wahlkampf und in ihrem Programm eigene Schwerpunkte gesetzt. Diese jetzt in einer Koalition in Übereinstimmung zu bringen und aus den verschiedenen Positionen ein schlüssiges Konzept zum Thema Energiewende und Energieeffizienz zu entwickeln, wird die große Herausforderung der kommenden Wochen und Monate. Immerhin: Darin, dass es ohne Energieeffizienz nicht geht, sind sich die Parteien einig.

Modell große Koalition: Verlässliche Förderung für Hausbesitzer
Wird Deutschland künftig von einer großen Koalition regiert, müssen sich Hausbesitzer um die Förderung für energetische Sanierungen keine Sorgen machen: CDU/CSU und SPD haben sich im Vorfeld der Bundestagswahl beide für eine verlässliche KfW-Förderung ausgesprochen. Doch schon, was den Steuerbonus, also die steuerliche Förderung von Sanierungsmaßnahmen angeht, ist Streit vorprogrammiert. Denn beim Steuerbonus wünscht sich nur die Union einen Neustart, die SPD setzt statt dessen auf einen Ausbau der Energieberatung. Und auch beim Einsatz energieeffizienter Technik sind die Positionen höchst unterschiedlich: Während die CDU keine Vorgaben zur Technik machen will, favorisiert die SPD den so genannten Top-Runner-Ansatz für Produkte. Das bedeutet, dass in jeder Produktgruppe die energieeffizientesten Modelle zum Standard erhoben werden, den auch andere Produkte erfüllen müssen. Sonst verschwinden sie vom Markt.

Modell schwarz-grün: Chance für den Steuerbonus
Sowohl die Union als auch die Grünen haben ihn auf der Agenda: den Steuerbonus für energetische Sanierungen. Gibt es also noch eine Chance für eine verbesserte Förderung für private Hausbesitzer, die in die Energieeffizienz ihres Hauses investieren? Doch auch, wenn in Sachen Förderung etwas Einigkeit herrscht, besteht darüber hinaus viel Gesprächsbedarf: Was wird aus den Forderungen der Grünen nach einem Verbot für Ölheizungen, schärferen Sanierungsvorgaben und dem einheitlichen Energiebedarfsausweis? Und können sich die Parteien beim Einsatz bestimmter Techniken einigen? Gibt es mehr Anreize zur Sanierung oder sogar mehr Vorgaben für Hausbesitzer?

Wärmebereich muss bei Energieeffizienz stärker berücksichtigt werden
Steuerbonus, individuelle Sanierungsfahrpläne, Energieausweis mit Effizienzklassen, Beratungsoffensive - Vorschläge, wie Hausbesitzer in Sachen Sanierung besser unterstützt werden können, liegen zahlreich auf dem Tisch. Genauso wichtig für das Gelingen der Energiewende ist, dass der Fokus nicht ausschließlich auf dem Strommarkt liegt. Dem Wärmemarkt muss in Zukunft mehr Beachtung geschenkt werden.
 

 
 
 
Quelle: Energie-Fachberater.de
 
 
 
 

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